Riesenandrang auf Europäischen Bauernmarkt

Als sich am Samstagnachmittag hinter den abreisenden Direktvermarktern aus zwölf Ländern die Türen schlossen, hatten in der zurückliegenden Woche 36 500 Besucher das Biller-Möbelhaus "gestürmt". "Es war wieder jeden Tag eine Menge los. Bereits am Eröffnungswochenende traten sich die Leute auf die Füße. Schon da wurde eine neuer Rekord registriert", sagte Michael Bretschneider, Vorsitzender des Vereins "Vogtländischer Bauernmarkt". "Das zeigt auch, dass sich die Einmaligkeit des Bauernmarktes herumgesprochen hat", freute sich auch Armin Döhler, Abteilungsleiter im Amt für Landwirtschaft, Umwelt und Geologie, über die Entwicklung seines "liebsten Kindes".

Große Zufriedenheit herrschte auch unter den Direktvermarktern. Egal an welchem Stand der 63 Aussteller man auch stand, es gab keine Klagen über schlechte Geschäfte. Im Gegenteil. "Wir kommen immer wieder gern und wir sind auch 2013 dabei, wenn wir dürfen", sagten die jungen Leute von Pokainis aus dem lettischen Glüdas, die sich riesig über die drei Preise für ihre Produkte freuten. Auch bei den weiteren Ausstellern aus den europäischen Nachbarländern gab es auf die Frage, ob sie auch im nächsten Jahr nach Plauen kommen werden, nur Zustimmung.

Der Termin steht ja auch schon fest. "Wir haben bei dem Abend der Marktteilnehmer uns darauf geeinigt, die erste März-Woche zu fixieren", sagte Bretschneider. Fest stehe auch schon, wer nach Estland in diesem Jahr im kommenden das Gastgeberland auf dem Bauernmarkt sein wird. "Österreich, das dieses Jahr schon stark vertreten war, möchte zur Eröffnung des 18. Bauernmarktes das Kulturprogramm gestalten", erzählte Bretschneider.

Seit Samstag ist auch bekannt, wer das Quiz am Stand der Plauener Außenstelle des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und Geologie gewonnen hat und nach Straßburg fahren darf. Die Reise für zwei Personen, gestiftet von Europaabgeordneten Dr. Peter Jahr blieb in Plauen - Monika May ist die glückliche Gewinnerin.

Auch wenn jetzt ein Jahr verstreicht, bis der nächste Bauernmarkt eröffnet wird, braucht man auf einige europäische Schlemmereien nicht zu verzichten. Bei einigen Direktvermarktern, unter anderem in der Marktscheune Rothenkirchen, gibt es derartige Produkte zu kaufen. Der Bauernmarkt bietet den Erzeugern aus ganz Europa die Möglichkeit, sich auszutauschen und immer mehr nutzen geknüpfte Kontakte, um gegenseitig die ländertypischen Produkte anzubieten.

Zufrieden blickte auch Verkaufsleiter Herbert Beck vom Möbelhaus Biller auf die große Anzahl der Besucher. "Es war optimal, auch weil das Wetter mitspielte." Ein Dankeschön geht von den Organisatoren des Bauernmarktes an die Kulturgruppen aus dem Vogtland und die Kindertagesstätten der Stadt Plauen, die täglich auf der Bühne für die Unterhaltung der Markt-Teilnehmer sorgten.