Richtfest für Hortneubau in Pausa

Pausa - "So halte denn du schönes Haus, bei Wind und Wetter wacker aus!" Diese Worte gehörten zum Richtspruch beim Richtfest am Pausaer Hortneubau.

 

 Nach dem letzten Wort des Spruches nahm der Zimmermann einen Schluck aus dem Sektglas und warf dieses dann herunter auf den Erdboden. Das Zeichen für Sabine Schwarz, die Geschäftführerin des Bauherrn, der Volkssolidarität Plauen/Oelsnitz, ihrerseits zum Hammer zu greifen und einen Nagel ins Kantholz zu treiben. Das gelang auch mit Unterstützung durch Andreas Wolf, dem Vorstandsvorsitzenden der Volkssolidarität. Somit war der Rohbau gerichtet. "Aus witterungs- und sicherheitstechnischen Gründen wurde auf ein Aufsetzen der Richtkrone auf das Dach verzichtet," erklärte Planungsingenieur Jürgen Sünderhauf, das Aufsetzen der Krone auf einen Ständer aus Kanthölzern zu ebener Erde.

Der Neubau soll ab dem Schuljahr 2011/2012 110 Kindern Platz bieten, Kosten von einer Million Euro sind dafür zu schultern. Doch da liegt der Hase im Pfeffer. Wie schon mehrmals von Pausas Bürgermeister Jonny Ansorge in Stadtratssitzungen angekündigt, ist die Finanzierung des zweiten Bauabschnittes immer noch nicht gesichert. "Uns ist deshalb eigentlich gar nicht zum Feiern zumute," sagte auch VS-Geschäftsführerin. Sie stellte dann nochmals die geplante Finanzierung aus Mitteln des Landes, des Landkreises und Eigenmitteln vor. "Doch das Land hat angekündigt, dass man sich aus der Finanzierung von solchen Bauten zurückzieht", so Schwarz, die dann in Richtung Bundes- und Landtagsabgeordneter forderte: "Der Hort Pausa darf keine Investruine werden, das Land muss schnellstens ein Investitionsprogramm auflegen."

Diese Worte verhallten allerdings ungehört, weil weder ein Landes- noch ein Bundespolitiker der Einladung zum Richtfest gefolgt war, doch Pausas Bürgermeister Ansorge berichtete aber von positiven Gesprächen, die er mit der sächsischen Aufbaubank führte. Rolf Keil, der erste Beigeordnete des Landrates sagte ohne Zahlen zu den einzelnen Positionen zu nennen: "Es soll ein Investitionsprogramm vom Land aufgelegt werden, woraus für diesen Bau Mittel kommen könnten. Dazu gibt es Zuschüsse vom Vogtlandkreis und der Rest wird mit einem SAB-Darlehen geschultert." Einen Obolus hatte indes Andrea Kern, der Leiterin der VR-Bank, mitgebracht. Dafür sollen Spielsachen für den neuen Hort gekauft werden.  j. st