Rhythmus in der Stimme

Große Begeisterungsstürme erntete die kubanische A-Cappella-Formation Vocal Sampling im König Albert Theater.

Von Steffen Adler

Bad Elster Mit einer glanzvollen Harmonie präsentierten Óscar Porro Jimenez, Luis Alberto Alzaga Mora, Pedro Guillermo Bernard Coto, Reinaldo Sanler Maseda, Ruben Perez Guerra unter musikalischer Leitung von René Baños Pascual eine unterhaltsames Feuerwerk lateinamerikanischer Rhythmen.
Das Besondere dabei: Das Sextett begeisterte mit einem Sound, der den Klang von Musikinstrumenten nur einzig durch die Stimmbänder der Sänger kreierte. Auf diese ungewöhnliche Idee kamen die temperamentvollen Interpreten im Jahr 1989 durch ein triviales Spiel, bei dem sie versuchten, mit ihren Stimmen den Klang verschiedener Instrumente zu simulieren.
Daraus haben sie eine einzigartige Mischung aus Gesang, Background-Chor einer tonalen Salsa-Formation entwickelt, bei der sie mit den stimmlichen Klängen sowie mit Mund und Händen alle typischen Instrumente imitieren und so von Trommeln über Posaunen und Gitarren sowie Saxophonen bis hin zu Keyboards erstaunliche Klangfarben erzeugen. Dargeboten wurden viele eigene Arrangements, wie zum Beispiel der klassische Salsa-Song "Buscando Guayaba" und "El Lunes qe viene empiezo", der von den Zuschauern begeistert aufgenommen und für ein mitreisendes Feeling sorgte, bei dem unermüdlich geklatscht und im Takt gewippt wurde. Mit weiteren schwungvollen Songs, wie "El Lunes que viene empiezo" und "El carretero" oder auch "El tren" präsentierte das Sextett einen heißen Mix aus Salsa und Boleros sowie Latinio-Songs.
Für besondere Höhepunkte im Programm sorgten außerdem die exzellent arrangierten Interpretationen von legendären Titeln wie "Five Minutes more" von Frank Sinatra und "Blowing in the Wind" von Bob Dylan sowie auch die brillante Coverversion von dem Eagles-Klassiker "Hotel California". Die begeisterten Zuschauer durften bei einigen Interpretationen kräftig einstimmen, und zum großen Finale mit viel Applaus und Zugaben hielt es etliche Zuschauer nicht mehr auf ihren Plätzen und begannen zwischen den Reihen zu tanzen.