Reuther Rat lehnt ZWAV-Vorhaben ab

Reuth - Mit vier Nein-Stimmen und acht Enthaltungen lehnte der Reuther Gemeinderat am Dienstagabend das ZWAV-Konzept in Sachen Abwasserbeseitigung in der Gemeinde ab.

Inhalt des Papiers ist eine Liste mit jedem Grundstück im Ort und seinen Ortsteilen: Vorgeschlagen wird, wie jedes Grundstück künftig abwasserseitig behandelt wird. Die Gemeinderäte sollten befürworten, die Entsorgung der genannten Grundstücken dezentral geschieht.

"Das kann ich meinen Einwohnern nicht zumuten, die Schaffung einer dezentralen Lösung können die finanziell nicht schultern und dazu macht eine vollbiologische Anlage keinen Sinn, weil diese technisch noch gar nicht ausgereift sind", sagte der stellvertretende Reuther Bürgermeister und Mißlareuther Ortsvorsteher Thomas Schnabel.

Die Tobertitzer Einwohner hätten sich zu einer dezentralen Lösung durchgerungen, ergänzte dazu Bürgermeister Lupart, der sich selbst der Stimme enthielt, "weil das Ganze noch keine endgültige Lösung ist; nur das Gesetz sagt: Bis Ende 2015 muss die Sache umgesetzt werden. Wenn aber plötzlich von irgendwo Geld herkommt, wird alles wieder anders" Lupart wollte ausdrücken, dass dann mehr zentrale Lösungen geschaffen werden könnten.

Fakt ist, jeder Reuther Gemeinderat und jeder Ortschaftsrat in den Ortsteilen kennt die Planungen des ZWAV. Lupart, dem klar ist, "wir müssen dem nicht zustimmen, aber der ZWAV hat jetzt auch das Geld nicht, alle zentral anzuschließen", hat dazu bisher nur eine Reaktion aus Dehles vorliegen.

Dazu wusste er, dass die Thossener mit dem ZWAV in Verbindung getreten sind. Zur Thossener Sache sagte er: "Die Einwohner haben jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder Variante VI oder alle werden dezentral entsorgt. Bis nach Ostern müssen sie sich für eine Lösung entscheiden." Darüber sei er von Einwohnerin Lidia Turowski aus Thossen informiert worden. Auf Anfrage sagt Frau Turowski: "Wenn sich die Anlieger der Kreisstraße K 7861 im Ortskern mit 90 Prozent für die Variante VI entscheiden, wird es eine zentrale Lösung, wie vom ZWAV vorgeschlagen, geben. Die anderen müssen eine dezentrale Lösung auf ihren Grundstücken schaffen" - Stichtag 31. Dezember 2015. j.st.