Rettungskräfte trainieren Schlagkraft

Im Rebesgrüner Gewerbegebiet IG West ging am Samstag eine gemeinsame Großübung der Feuerwehren und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) über die Bühne.

Auerbach - Die Auerbacher Feuerwehren und das DRK sind vogtlandweit einsatzbereit. Das zeigte sich am Samstag auch bei einer gemeinsamen Großübung. Beteiligt waren daran Rettungszüge des DRK-Kreisverbandes Auerbach und fünf freiwillige Wehren aus Auerbach, Reumtengrün, Rebesgrün, Beerheide sowie Vogelsgrün. "Mit der Aktion wollen wir das perfekte Zusammenspiel zwischen DRK und Feuerwehr trainieren und unsere vogtlandweite Schlagkraft bei Katastrophen und Notfällen unter Beweis stellen", erklärte Gunter Heckel, der Wehrleiter der Drei-Türme-Stadt.

Rund 130 Feuerwehrleute, Rettungssanitäter, Techniker und DRK-Mitarbeiter waren an der Aktion beteiligt. Überall im großräumigen Industriegebiet wurden Einsätze unter realistischen Bedingungen simuliert. Ein Brand mit fetthaltigen Chemikalien, der zu Explosionen führte, musste bekämpft werden. Schwer verletzte Personen wurden noch am Unfallort durch das DRK notversorgt und geborgen. "Wir haben eine Fülle von schlimmen Notfällen nachgestellt, die durchaus im wahren Leben vorkommen können. Wenn so etwas passiert, müssen unsere Rettungskräfte reibungslos funktionieren", betonte Denise Kitscher vom DRK.

Ein Schwerpunkt in der Großübung war das Kennenlernen der anspruchsvollen Rettungs- und Löschtechnik der Feuerwehren. Bergungsgeräte, Einsatzfahrzeuge, Wasserpumpen oder Schneidwerkzeuge für Unfallfahrzeuge erfordern bei der Bedienung einen hohen Wissensstand. "Unsere Kameraden müssen im Ernstfall auch mit der Ausrüstung anderer Feuerwehren klar kommen. Der heutige Ausbildungstag hat uns dabei geholfen", versicherte Gunter Heckel.

Koordiniert werden im Ernstfall die vogtländischen Feuerwehren und das DRK über den Rettungsdienst des Landkreises. Kommt es zu einer größeren Katastrophe, werden von dort alle notwendigen Schritte eingeleitet. "Egal, in welcher Ecke des Vogtlandes unsere Hilfe notwendig wird, wir stehen mit unserem Fachwissen und der Technik Gewehr bei Fuß", versicherte Auerbachs Wehrleiter Heckel. Hagen Hartwig