Restliche Plamag-Mitarbeiter stehen vor Entlassung

Plauen - Die verbleibenden 87 Mitarbeiter der Plamag stehen nun ebenfalls vor dem Aus. Es handelt sich vorwiegend um Ingenieure und Vertriebsmitarbeiter, die am Donnerstagvormittag vom eigens angereisten Geschäftsführer aus Augsburg erfuhren, dass der Standort Plauen zum 30. Juni definitiv geschlossen werde.

Diese Aussage habe auch die Gewerkschaft kalt getroffen, sagt Stefan Kademann von der IG Metall Südwestsachsen. "Es muss ziemlichen Tumult gegeben haben", fügt er hinzu. Man habe den Kollegen eine Tätigkeit in Augsburg angeboten. Der Arbeitsvertrag der noch Verbliebenen war mit dem dortigen Stammunternehmen geschlossen worden. Am Freitagvormittag ist eine Belegschaftsversammlung anberaumt, zu der auch ein Betriebsratsvertreter aus Augsburg erwartet wird. Man müsse nun versuchen, die Modalitäten der endgültigen Schließung vernünftig zu regeln, so Kademann, der die Entscheidung als endgültig ansieht.

Als Ursache für das Aus vermutet er, dass der neu aufgestellte Unternehmensplan nicht so erfolgreich war wie geplant und man in Plauen nur einen Verursacher von Mehrkosten sieht. Kurz vor Weihnachten 2012 war für über 250 Plamag-Mitarbeiter das Licht ausgegangen, nachdem das Unternehmen bereits 2011 vom insolventen Mutterkonzern Manroland ausgegliedert worden war. tp