Rennsportstimmung in Fröbersgrün

"Die Stimmung könnte gar nicht besser sein. Die Arbeit von Hans-Peter Gierschner verdient ein uneingeschränktes Lob dafür, wie er die heutige Veranstaltung vorbereitet hat. Mehr als 30 früher oder jetzt aktive Fahrer dankten ihm heute mit ihrem Erscheinen", fasste Friedrich Fröhlich aus Brockau - zwischen Anfang 1950 und 1963 selbst auf den Strecken zu Hause - seine Eindrücke zusammen.

Der Abend hatte mit dem Vortrag eines Streifens begonnen, der anlässlich des Oberlosaer Friedensrings 1955/56 gedreht wurde. Nachdem sich die Rennfahrer zum Gruppenfoto aufgestellt hatten, begann Gierschner im vollen Bürgerhaus mit seinem mehr als 600 Aufnahmen umfassenden Lichtbildervortrag, bei dessen Schaffung ihn Hilmar Bruch wesentlich unterstützte.

Der zeichnete nicht nur die Entwicklung des Motorradrennsports von 1923 bis in die heutige Zeit nach, sondern stellte rund 70 vogtländische Sportler mit ihren Maschinen auf den Strecken des In- und Auslands vor. Gierschner konnte nicht umhin, zu den Aufnahmen von Hans-Theo Tegeler Manfred Gerbet aufzufordern, etwas zur Reise zum Leningrader Rennen mit ihm zu berichten. Der langjährige Mechaniker des Rennfahrers ließ sich nicht lange bitten und erzählte authentisch, welch abenteuerlicher Ausflug das damals gewesen ist: "Alles war für uns neu und vor allem gewöhnungsbedürftig.

Die gesamte Reise waren wir unter den damaligen Bedingungen mit eigenen Fahrzeugen unterwegs. Es war eine Erlösung, nach Passieren der polnischen Grenze wieder zu Hause zu sein." Dem Bericht folgte eine knappe, aber realistische Darstellung des Unfalls von Tegeler 1964 auf dem Schleizer Dreieck, in dessen Folge - möglicherweise auch durch Mängel in der medizinischen Versorgung - der international erfolgreiche Pilot verstarb.

Wieland Maul, der die Organisation im Bürgerhaus in der Hand hatte, war froh, nicht auf die kritischen Stimmen der Anwohner - da kommen doch höchstens 40 - gehört zu haben: "Wenn wir nicht gründlich umgeräumt hätten, wären noch mehr Interessierte enttäuscht wieder gegangen. Einen so großen Zuspruch hat das Bürgerhaus sonst nur, wenn es ums Abwasser geht. Für mich besonders erfreulich ist, dass auch die jüngeren Besucher den Vortrag bis zum Ende mit Interesse verfolgten, obwohl einige stehen mussten."

Mit einigem Aufwand hatten Hans-Peter Gierschner (Foto) und Hilmar Bruch ihren Lichtbildervortrag zum Rennfahrertreffen vorbereitet: Mehr als 600 Aufnahmen vogtländischer Motorrennsportler spannten einen Bogen von 1923 bis heute. va