Reiselust nach Indien wecken

Mit rund 800 Bildern sowie etlichen Filmsequenzen erlebt Mario Goldstein seine Reise, die ihn in fünf Monaten durch acht Länder führte, noch ein Mal. Und immer wieder neu. 22 000 Kilometer waren Goldstein und sein Bruder mit dem zum Wohnmobil umgebauten früheren Polizei-Wasserwerfer unterwegs. Er durchquerte die Türkei, Griechenland, den Iran, Pakistan - und schließlich fand das Abenteuer, das seinen Höhepunkt mit einer Audienz beim Dalai Lama hatte, in Indien sein Finale.

Bonbon seines Vortrages ist denn auch ein vierminütiges Interview mit dem Dalai Lama, das Goldstein mit ihm auf Englisch führte, für die deutschen Zuhörer und -schauer aber übersetzen ließ. "Wenn du den Vortrag siehst, wirst du net sagen: Ich will hamm. Es wird nicht langweilig werden", verspricht der gebürtige Oelsnitzer seinen bodenständigeren Landsleuten. Für (fast) jeden werde etwas in dem gut anderthalbstündigen Vortrag dabei sein: Es geht orientalisch, aber auch buddhistisch zu, es gibt seltene Tiere, wie Schildkröten und Vögel zu schauen - und vor allem kommen viele Menschen zu Wort.

So viele interessante Leute vor die Kamera bekommen zu haben, darauf ist Mario Goldstein stolz. Da gibt es ein Interview mit einem pakistanischen Zollbeamten, und eines mit einer Aussteigerin aus Deutschland, die in Griechenland nun Oliven pflückt. Über die ganzen Herbst- und Wintermonate hinweg verbreitet Goldstein mit seinen Vorträgen Lust auf Abenteuer: So in Plauen, Oelsnitz, Auerbach, in Neuensalz und Bad Elster. Auch Veranstalter aus dem "Westen" hat der Globetrotter mit dem blonden Pferdeschwanz schon geködert. Termine gibt es in Aschaffenburg und Goslar - und demnächst ist Goldstein bei Radio RPR 1 in Koblenz zu Gast. Ein zweistündiges Radio-Interview über ihn und seine Reiselust wird ausgestrahlt. Parallel zur Multivisions-Schau erscheint ein Buch mit Vorwort vom Dalai Lama und eine CD - gleiches Thema, gleicher Titel.

Neben seinen Reise-Impressionen lernt der Leser auch die ganz private Seite von Goldstein, seine Gedanken und Gefühle, kennen. So spielt zum Beispiel die Trennung von seiner langjährigen Lebens- und Reisegefährtin Yvonne eine Rolle. In Goldsteins vorhergehender Reise, die ihn in fünf Jahren über fünf Meere führte, war die Werdaerin seine Begleiterin. Dort auf Reisen wurde auch die gemeinsame Tochter Yoko geboren, die seit zwei Wochen nun ein Schulkind ist. Im vorigen Jahr machte sich Goldstein nun ohne Yvonne auf zum Dalai Lama - die Beziehung ging in die Brüche. "Das war keine leichte Zeit für mich, und ist Teil meiner Reiseerinnerungen. Schmutzige Wäsche wird aber im Buch nicht gewaschen", so der Autor.

Vor wenigen Tagen hat Goldstein zwei Tickets nach Kanada gebucht. Das zweite ist für Ramona Körner, seine neue Liebe. Die Kranken- und Altenpflegerin nimmt sich für vier, fünf Monate eine Auszeit für die nächste große Tour. Die Weiten Kanadas und Alaska sind ab Mai 2013 das große Ziel. Freuen dürfen sich die Daheimgebliebenen auf neue Bilder aus fernen Ländern - vielleicht 2014.

Premiere "Mit dem Wasserwerfer zum Dalai Lama": 6. Oktober, 19.30 Uhr, Musikhalle Markneukirchen; 14. Oktober, 19.30 Uhr, Katharinenkirche Oelsnitz; 28. Oktober, 16 Uhr, Nicolaikirche Auerbach; 25. November, 19 Uhr, Feuerwache Plauen; 11. Januar 2013, 19.30 Uhr, Kapelle Neuensalz; 5. März 2013, 19.30 Uhr, Kurhaus Bad Elster.

"5 Jahre - 5 Meere": 13. Oktober, 19.30 Uhr, Katharinenkirche Oelsnitz; 25. November, 16 Uhr, Feuerwache Plauen.

Info u. Tickets: www.mario-goldstein.de