Reichenbacher Stadtrat bewältigt New-York-Marathon

Karsten Pippig, 46-jähriger Stadtrat der Linken aus Reichenbach, ist zum ersten Mal den New-York-Marathon gelaufen. Nach 3 Stunden, 39 Minuten und 19 Sekunden kam er ins Ziel und landete damit auf Platz 4939. Eine sensationelle Leistung, denn Pippig läuft erst seit vier Jahren.

Reichenbach - Jetzt ist er zurück in der Heimat und zeigt sich überwältigt von der Stadt, dem Riesenteilnehmerfeld und den enormen Sicherheitsvorkehrungen nach dem Bombenanschlag auf den Boston-Marathon. Nach seinem 40. Geburtstag habe er vor der Frage gestanden, seine Essgewohnheiten zu ändern oder Sport zu treiben. "Ich war damals doch ein bisschen kräftig", erzählt Karsten Pippig und erntet bei seinen Gesprächspartnern mit diesen Worten einen eher ungläubigen Blick. Schließlich ist der Sparkassenangestellte gertenschlank. Pippig entschied sich fürs Laufen und trainiert seither regelmäßig. "Ich laufe mindestens jeden zweiten Tag zehn Kilometer", zählt er auf. So macht er sich fit für die langen Distanzen, Marathon- und so genannte Ultraläufe, die über eine noch längere Strecken führen.

Der New-York-Marathon war in diesem Jahr bereits der 13. Langstreckenlauf, den Karsten Pippig absolviert hat. Die Wettbewerbe führten ihn beispielsweise nach Dubai, Paris, Barcelona und auch zum Zermatt-Marathon in die Schweiz. "So ganz nebenbei lerne ich dadurch die Welt kennen", freut sich der agile Sportsmann. Zum großen Laufereignis in New York führen drei Wege. Entweder man kauft sich für viel Geld ein. Oder man hofft auf das Losglück. Karsten Pippig hat sich über die geforderte Normzeit qualifiziert. Die lag vor zwei Jahren bei unter 3 Stunden und 10 Sekunden. Das hat der Vogtländer 2011 geschafft und damit das Ticket für den New-York-Marathon 2012 gelöst. Weil der wegen eines Hurrikans ausfiel, hat es noch ein Jahr länger gedauert, bis der Traum vom großen Lauf für ihn endlich wahr wurde. Für die Startkarte musste er 350 Dollar bezahlen.

Nach New York reiste Karsten Pippig mit der ganzen Familie. "Gut, dass die Kinder gerade Herbstferien hatten", erzählt er. Neun Tage haben die Pippigs gemeinsam in der beeindruckenden Stadt verbracht. Beeindruckt waren sie vor allem von den verschärften Sicherheitsbedingungen. Polizei, Armee und Küstenwache sorgten gemeinsam für die nötige Sicherheit der Läufer und Gäste. Für dieses Jahr ist Karsten Pippigs Wettkampfprogramm abgearbeitet. Aber 2014 startet gleich mit einem Trainingslager im Februar in der Türkei und einem Lauf im März in Antalia. Das große Ziel des Reichenbacher Läufers ist es, die sechs berühmtesten Marathonläufe der Welt in Berlin, New York, Tokio, London, Chicago und Boston zu laufen. Zwei hat er bisher absoviert (Berlin und New York). Viel Erfolg! va