Reichenbacher Landwirte feiern Schulabschluss

Erlbach / Reichenbach - 40 junge Landwirte ließen es an ihrem letzten Schultag im Reichenbacher Beruflichen Schulzentrum so richtig krachen und kamen auf dem Traktor zur Schule - unter anderem aus Erlbach und Gettengrün.

 

Eine Tradition, die vor über zehn Jahren als Abschluss-Gag ihren Anfang genommen hatte und mittlerweile fest im Terminkalender der jungen Leute verankert ist. Und so knatterten gestern gegen 7 Uhr 13 Fahrzeuge hupend und quälend langsam durch Reichenbach bis zur Schule in der Rathenaustraße. Getroffen hatten sich die Lehrlinge am E-Werk. Und dort endete am Mittag auch die gemeinsame Abschluss-Gaudi wieder.

 

Den Beruf eines Landwirtes wählen meistens die Jungen. Aber auch in diesem Jahr befinden sich wieder einige Mädchen unter den Absolventen. Rund 20 Prozent Mädchen pro Jahrgang hat die Schule in den vergangenen Jahren ausgemacht. Im Reichenbacher Beruflichen Schulzentrum werden Landwirte aus dem Vogtlandkreis, aus Zwickau sowie aus dem Erzgebirge ausgebildet. Mindestens achtzig Prozent von ihnen finden laut Fachlehrer Rainer Peuker nach ihrer Lehrzeit eine gute Anstellung. Am 21. Juni kommen die Lehrlinge zur theoretischen Prüfung noch einmal in die Schule nach Reichenbach. Die Praxisprüfungen finden dann im Juli im Ausbildungsbetrieb statt.

 

Die Traktoren-Schau vor der Schule lockte gestern auch die Lehrer zahlreich vor die Tür. Schließlich gab es Oldies wie einen Framo, Baujahr 1957, oder einen Traktor "Pionier", der 1951 in Nordhausen gebaut wurde, zu bestaunen. Während der Framo noch im Einsatz ist, steht der Pionier meist wohlgehütet zu Hause in Markneukirchen und hat seine Auftritte höchstens noch auf Traktortreffen. Und so hat Joseph Sandner, einer der Lehrlinge und stolzer Besitzer des alten Framo, gestern die Strecke zwischen Erlbach und Reichenbach in seinem Auto zurück gelegt, während der Pionier auf einem Anhänger in die Neuberinstadt gebracht wurde. Den Kontrast zu den Oldies bildeten im gestrigen Fuhrpark hochmoderne Fendt-Traktoren mit beeindruckenden fast mannshohen Rädern und viel moderner Technik im Bauch.  ina