Reichenbacher Krankenhausküche setzt Maßstäbe

Reichenbach - Die Reichenbacher Krankenhausküche setzt Maßstäbe: Nach 2009 und 2011 erhielt die Einrichtung jetzt zum dritten Mal das RAL-Gütezeichen "Kompetenz richtig Essen".

Es wird von der Gütegemeinschaft Ernährungskompetenz, einem Verein mit Sitz in Düsseldorf, verliehen und bescheinigt eine Speisenzubereitung auf ernährungswissenschaftlich hohem Niveau. "Parvital" heißt das Zauberwort im Paracelsus-Konzern. Dabei handelt es sich um ein exklusives Ernährungskonzept auf der Grundlage wissenschaftlicher Empfehlungen. Dieses Konzept hat vor fünf Jahren auch in den Küchen der vogtländischen Paracelsus-Kliniken Reichenbach, Schöneck, Adorf und Bad Elster Einzug gehalten. Eine entsprechende Zertifizierung anzustreben, mit der man letztlich für sein Haus werben und die Patienten zudem auf hohem Niveau zufrieden stellen kann, war für die Klinikleitung in Reichenbach dann ein Jahr später nur die logische Konsequenz.

Bereits im ersten Anlauf gelang es, die kritischen Prüfer von der Qualität des angebotenen Essens zu überzeugen. Sie bewerteten es als schmackhaft, qualitativ hochwertig, gesund und nährstoffschonend zubereitet. Zudem wird es überwiegend aus frischen Lebensmitteln angerichtet und appetitlich präsentiert. All diese positiven Aspekte konnte sich die Reichenbacher Krankenhausküche seither bewahren. "Wir arbeiten gewissenhaft, dokumentieren unsere Arbeit sorgfältig, kontrollieren uns immer wieder selbst und nehmen angebotene Schulungen wahr", verrät Küchenleiter Michael Möller das Erfolgsrezept.

Zur so genannten Re-Zertifizierung hat Sachverständige Iris Fender beispielsweise den Speiseplan auf seinen Nährwertgehalt, auf Zusatzstoffe und deren Kennzeichnung sowie auf Allergene bewertet. Sie hat geprüft, ob die verarbeiteten Lebensmittel frisch eingekauft werden und aus der Region stammen. Und die Fachfrau hat auch Aspekte der Diätetik wie fettarmes Essen und die Verwendung von Vollkornprodukten in ihre Bewertung einbezogen. Am Ende stellte Frau Fender zufrieden fest, dass alle Punkte erfüllt wurden. Somit steht einer erneuten Ausstellung des begehrten Gütezeichens wohl nichts im Wege.

Lediglich ein Ernährungsmediziner fehlt in der Reichenbacher Klinik. Eine Anregung, die bereits vor vier Jahren ausgesprochen worden war. Diesmal versprach Jens Tröger, der stellvertretende Verwaltungsleiter des Hauses, den Ärzten diese Zusatzausbildung nahe zu legen. Einen großen Pluspunkt vergab Frau Fender dagegen für die Präsentation des Essens. In der Reichenbacher Klinik findet das so genannte Schöpfsystem Anwendung. Danach wird das Essen getrennt auf die Stationen transportiert und vor den Augen der Patienten auf dem Teller verteilt. Dabei können persönliche Wünsche der Patienten nach Menge und Auswahl berücksichtigt werden, die beim Tablett-System nicht möglich sind, weil das Essen bereits in der Küche portioniert wird. ina