Reichenbacher Fahndungsgruppe aufgestockt

Reichenbacher Fahndungsgruppe aufgestockt

Die seit vier Jahren bestehende Gemeinsame Fahndungsgruppe von Bundes- und Landespolizei in Südwestsachsen wird personell aufgestockt. Mit acht Bundespolizisten und zehn Landespolizisten werden der in Reichenbach ansässigen Einheit künftig drei Beamte mehr als bisher angehören.

Dazu unterzeichneten am Montag Südwestsachsens Polizeipräsident Jürgen Georgie und der Präsident der Bundespolizeidirektion Pirna, Wieland Mozdzynski, eine Vereinbarung. Beide sprachen von einem Erfolgsmodell.

In die Zuständigkeit der GFG fallen neben der A 72 auch sieben Grenzübergänge nach Tschechien. Allein 2011 kontrollierten die Fahnder 5460 Fahrzeuge und 10 581 Menschen auf Rechtsverstöße wie etwa Autodiebstahl oder Drogenhandel. Der vom amtierenden GFG-Chef Christian Ódor vorgelegten Statistik zufolge leitete die Einheit dabei 397 Strafverfahren ein. 787 Menschen wurden als Tatverdächtige ermittelt. Zu den Erfolgen zählt etwa das Aufspüren eines nur eine Stunde zuvor in Bayern gestohlenen Autos oder die Sicherstellung von 103 Gramm Crystal in einem Auto auf dem Weg von Tschechien nach Bayern.

Bundespolizei und Landespolizei unterhalten in Sachsen vier gemeinsame Fahndungsgruppen. Ihre Einrichtung galt als Ausgleich für den Wegfall der Grenzkontrollen zu Polen und Tschechien. Mozdzynski erwartet, dass sich für die Fahnder durch die in Sachsen bevorstehende Einführung mobiler Geräte zur automatischen Erfassung von Fahrzeugkennzeichen die Arbeit erleichtert.