Reichenbach: Von der Rollbock bis zum Rock

"Reichenbach gestern und heute": Auf 116 Bildtafeln informiert eine Power-Point-Präsentation, die seit Ende März bei jeder größeren Veranstaltung im Foyer des Neuberinhauses gezeigt wird, über die 800-jährige Geschichte der Stadt.

Viola Unger-Bauer, Katrin Heimrath und Günther Linke haben die Präsentation in zweimonatiger Arbeit zusammengestellt. Während die beiden Frauen seit Ende 2011 über den Bundesfreiwilligendienst im Neuberinhaus tätig sind, gehört Günther Linke dort zum festen Mitarbeiterstamm.

Er ist der Abteilungsleiter der Dekorations- und Werbeabteilung und kennt sich mit der IT-Technik bestens aus. Dementsprechend erledigte er bei der Erstellung der Präsentation die meiste Computerarbeit. Viola Unger-Bauer steuerte einen Großteil des Bildmaterials und Wissen über die Stadtgeschichte bei. Und Frau Heimrath kümmerte sich um die Texte.

Gemeinsam hat das Team eine tolle Reise in die Geschichte der Stadt Reichenbach gestaltet, der die Neuberinhaus-Gäste gerne und interessiert folgen. Jede der 116 Bildtafeln wird 40 Sekunden lang gezeigt, so dass man die Bilder in Ruhe betrachten kann. Während sie an Material aus früherer Zeit schwer herangekommen seien, erzählt das Trio, so gebe es doch immer wieder Anregungen aus der neueren Geschichte. Deswegen könne das Werk auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.

"Es handelt sich um einen Auszug aus 800 Jahren Stadtgescheschichte", erklärt Frau Unger-Bauer. Und so erhält der Betrachter interessante Informationen über Rathaus, Wasserwerk, Rollbock, Kaiserhof oder den bekannten Reichenbacher Rock. Auch alte Stadtansichten und erstaunliche Geschichten über alteingesessene Geschäfte und Fabriken sind dabei.

Ursprünglich als Beitrag des Kulturhauses zum Stadtjubiläum gedacht, hat die Präsentation so großen Zuspruch gefunden, dass man über die Erstellung einer CD nachdenkt. "Wir wollen damit natürlich kein Geschäft machen", räumt Neuberinhaus-Chef Jens Pfretzschner ein. Schließlich sei die Präsentation als Geburtstags-Geschenk des Hauses an die Stadt gedacht gewesen. OB Dieter Kießling regte an, die Tafeln auf Stadtgeburtstags-Veranstaltungen zu zeigen.