Regierung an Seite der MAN in Plauen

Bei einem Aktionstag bei MAN in Plauen haben Beschäftigte, Gewerkschaft und Politiker mit deutlichen Worten ihren Unmut über die drohende Schließung des Werkes bekundet. "Wir sind hier nicht der Reservekanister. Es kann nicht sein, dass es eine Konzentration auf Westdeutschland gibt, wenn es wirtschaftlich eng wird, um dort Standorte zu sichern", erklärte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) gestern vor Ort auf der Betriebsversammlung, zu der die Gewerkschaft IG Metall aufgerufen hatte. Hintergrund sind die Pläne des Fahrzeugbauers, deutschlandweit rund 9500 Stellen zu streichen. Auch Plauens OB Ralf Oberdorfer zeigte angesichts schwarzer Zahlen bei dem Plauener Busumbauer Unverständnis. "Unfassbar ist die Entscheidung vor allem angesichts des enormen Verlustes, den der Konzern sonst dieses Jahr verzeichnen musste. Es stimmt mich hoffnungsvoll, dass sich die sächsische Regierung der Sache annimmt", so Oberdorfer. Verantwortungslos sei das Verhalten der MAN-Führung, sagte Marco Wanderwitz als Ostbeauftragter der Bundesregierung und CDU-Bundestagsabgeordneter bei der Kundgebung. Weitere Protest-Aktionen bis Ende des Jahres kündigte die IG Metall an, um das Plauener Werk zu retten. "Wir wollen einen der Vorstände hier in Plauen sehen. Er soll dieser Belegschaft in die Augen schauen und ihr sagen, was sie falsch gemacht hat", forderte Thomas Knabel als Erster Bevollmächtigter der IG Metall Zwickau