Rebels heiß auf den Saisonstart

Während andere Sportarten in die Sommerpause gehen, beginnt für die American Footballer der Vogtland Rebels der Ernst des Sportlerlebens - sprich die neue Saison. Los geht es morgen mit dem Auswärtsspiel bei guten Bekannten.

Von Mario Wild

Treuen - Fünf Jahre sind die Vogtland Rebels mittlerweile jung. Doch nicht nur das Mini-Jubiläum soll gefeiert werden - sondern auch viele Siege in der diesjährigen Verbandsliga-Saison. Damit anfangen wollen die Rebellen am morgigen Sonntag, wenn die diesjährige Spielzeit mit der Auswärtspartie bei den "Titanen" aus Saalfeld beginnt. 
"Die Jungs sind heiß auf den Saisonstart", so Vereinschef Lucas Kölbel. Das ist vielleicht ganz gut so, denn für morgen sind einstellige Temperaturen vorhergesagt. "Wir wollen zeigen, wofür wir uns über den Winter gequält haben", so der Ober-Rebell. 
Die Vogtländer gehen selbstbewusst in die neue Saison und reden nicht um den berühmten heißen Brei herum. "Wir sind Favoriten. Es ist unser Anspruch, Meister zu werden und aufzusteigen", so Kölbel. 
Dabei werden die "Titanen" ein erster Gradmesser sein, sind diese doch neben den Vogtländern das erfahrenste Team der neu strukturierten Liga. Auch auf die Freiberger "Phantome" gilt es zu achten, haben diese doch beim 51:0 gegen Wittenberg ein überzeugendes Saisondebüt absolviert. Die Saalfelder verbuchen ebenfalls bereits zwei Punkte auf der Habenseite. Deren 13:0-Auswärtserfolg bei den Neulingen aus Suhl löst bei den Rebellen aber nicht Angst und Schrecken aus. 
Furcht ist ohnehin ein Fremdwort für die Vogtland Rebels. Um sich den letzten Schliff zu holen, absolvierten die Vogtländer im April ein Wochenend-Trainingslager in Werdau. Einen Monat zuvor schauten zwei waschechte Deutsche Meister von den Schwäbisch Hall Unicorns bei den Rebellen vorbei und gaben wertvolle Tipps. 
Mit rund 43 Spielern gehen die Rebels in die Saison - es waren schon einmal mehr. Dafür ist es der bisher erfahrenste Kader der noch jungen Vereinsgeschichte. Ersetzen müssen die Vogtländer dabei den besten Offensiv-Spieler der vergangenen Saison: Die Nummer 10 - Passempfänger (Wide Receiver) Julian Zimbal-Lebherz - hat es berufsbedingt nach Bayern verschlagen. Doch Bange machen gilt nicht. "1:1 können wir Julian nicht ersetzen, als Team aber schon", ist sich Lucas Kölbel sicher. Keine Veränderung gibt es auf der Position des Quarterbacks - Christian Herwig agiert weiterhin als Spielmacher. Und auch an der Seitenlinie bleibt alles wie gehabt. Headcoach Thomas Schulze gibt das Kommando vor und kümmert sich um die Defense, während Kölbel für den Angriff verantwortlich ist. Und der soll trotz des Abgangs von Zimbal-Lebherz weiterhin variabel sein. "Wir werden nicht nur den Ball laufen lassen" kündigt Kölbel an und setzt auf eine starke Offensive-Line und fangsichere Passempfänger.
Zurück zum Saisonauftakt und den vorhergesagten bescheidenen Temperaturen. Kein Problem für Kölbel. "Ideale Temperaturen für American Footballer. Außerdem trainieren wir bereits seit Februar wieder im Freien. Bei unseren schwarzen Helmen wäre zu viel Sonne auch nicht gut". Ins Schwitzen kommen die Rebellen auch so - und das nicht nur, weil sie heiß auf den Saisonstart sind. 

 5. Mai: Saalfeld Titans (A)
19. Mai: Phantoms Freiberg (H)
16. Juni: Suhl Gunslingers (H)
30. Juni: Wittenberg Saints (H)
 7. Juli: Phantoms Freiberg (A)
18. August: Wittenberg Saints (A)
25. August: Suhl Gunslingers (A)
22. September: Saalfeld Titans (H)

Alle Heimspiele mit dem gewohnten Rahmenprogramm finden sonntags (15 Uhr) im Treuener Jahn-Stadion statt.