Rauchverbot auf Reichenbacher Spielplätzen

Auch das Wegwerfen von Tabakresten soll als Ordnungswidrigkeit gelten und mit einem Bußgeld geahndet werden können. Das beschloss der Stadtrat der Neuberinstadt am Montag. Ein solches Verbot gilt in Bayern, Brandenburg und dem Saarland bereits als Landesgesetz. Magdeburg und Chemnitz haben es als Kommunen ausgesprochen.

Ein Beschluss des Gemeinderates von Heinsdorfergrund sowie des gemeinsamen Verwaltungsausschusses steht zwar noch aus. Aber Wolfgang Löffler, der Bürgermeister von Heinsdorfergrund, hat bereits Zustimmung signalisiert.

Ins Gespräch gebracht hat das Thema "Rauchverbot auf Spielplätzen" der Reichenbacher CDU-Stadtrat Jens Pfretzschner. Als Vater eines kleinen Sohnes habe er sich schon öfters über zahlreiche achtlos weggeworfene Zigarettenkippen auf den Spielplätzen geärgert, begründet er seinen Vorstoß. Als er dann noch gelesen habe, dass bereits geringe Mengen Nikotin für Kleinkinder tödlich sein können, entschloss er sich zum Handeln. "Denn kleine Kinder stecken alles in den Mund. So schnell kann man als Erwachsener manchmal gar nicht reagieren", sagt er. Außerdem haben nach seiner Ansicht rauchende Personen eine negative Vorbildwirkung auf Kinder.

In seinen Fraktionskollegen Alfons Kienzle, Martina Müller, Bernd Suhr, Wolfgang Künzel, Ralf Malek, Erich Schettler und Stefan Hösl fand Pfretzschner Mitstreiter. Gemeinsam stellten sie einen Antrag der CDU-Fraktion zur Polizeiverordnung.

Das Reichenbacher Ordnungsamt begrüßt den Rauchverbots-Antrag grundsätzlich, macht in einem Schreiben aber auf mögliche Probleme bei der Umsetzung aufmerksam. So könne man zwar Rauchverbotsschilder aufstellen, aber die Personaldecke, um die Einhaltung des Verbotes auf 26 Reichenbacher und drei Heinsdorfer Spielplätzen auch jederzeit kontrollieren zu können, fehle. Außerdem müsste der Geltungsbereich des jeweiligen Spielplatzes genau abgegrenzt werden.