Raps hat Frost abbekommen

Ein gelber Teppich liegt über der Landschaft zwischen Tirschendorf und Oelsnitz. Auf gut 260 Hektar hat die Agrargenossenschaft Tirschendorf heuer Raps angebaut. Die zeitige Sorte namens "Bender" wirkt auf den ersten Blick kräftig und gesund. "Der Schein trügt. Wer genau hinschaut, bemerkt auf den Flächen Lücken. In den frostigen Nächten gab es Schäden", erklärt dazu Antje Georgi, verantwortlich für die Pflanzenproduktion. Die Haupttriebe der Rapspflanzen zeigten nach dem Frost weiße Blätter. Nun versuche die Pflanze, die Schäden wieder auszugleichen. Hilfreich dabei sind Sonne und natürlich der Regen. Gut sechs bis 10 Liter pro Quadratmeter waren Gold wert, wie die ausgedehnten Rapsfelder voller Leuchtkraft bestätigen. "Wir hoffen trotzdem auf noch mehr Regen", wünscht sich die Fachfrau. Denn bleibt der Regen aus, wie im letzten Jahr, seien die Reserven bald aufgebraucht. Raps wird zu Öl verarbeitet. Prima sei der aktuell günstige Dieselpreis für Landwirte, weniger prima wirke sich das auf das Rapsöl aus.  Marlies Dähn