Rätselraten um Klingenthaler Phantom

Klingenthal - Wer fällt in Klingenthal heimlich Bäume ?: In der Klingenthaler Stadtratssitzung am Mittwochabend kam beim Tagesordnungspunkt Anfragen der Abgeordneten auch die halb Klingenthal auf die Barrikaden bringende Abholzaktion oberhalb des Freibades und im Tierpark zur Sprache.

"Was soll der totale Kahlschlag am Bad?", trat Peter Heine die Diskussion los. Die Aktion sei absolut unverständlich und für ihn ein Verbrechen. So, wie es dort jetzt aussähe, fehlte nur ein starker Regenguss und eine Schlammladung wälze sich ins Bad.

Der reinste Umweltfrevel, ereiferte sich Christine Ernst und konstatierte: "Der Forst hat dort gehaust wie die Berserker!" Es sähe unmöglich aus und der Zustand am Tierpark spotte jeder Beschreibung, befand Martina Gläser und ergänzte: "Die Stadt wirbt mit einem idyllisch mitten im Wald gelegenen Tierpark, aber mit der Idylle ist es jetzt vorbei." Thomas Zuber merkte an, dass von Kahlschlag niemals die Rede war, aber die Bäume, von denen eine Gefahr ausgehen könnte seien wohl die, die jetzt stehen gelassen wurden.

Und ob da nicht die Kleingärtner dort oben dran gedreht hätten, war ein weiterer Einwurf. Thomas Zegula stellte noch die höchst einfache Frage, wer eigentlich die Fällung angewiesen hätte. Doch seltsamerweise konnte niemand vom Stadtrat und insbesondere von den Vertretern der Stadtverwaltung hierauf eine Antwort geben. Das könne erst zur nächsten Sitzung geklärt werden.

Man dürfe gespannt sein, wer sich hierfür mit welcher Begründung den Hut aufsetzt. Gehandelte Favoriten sind Wildwuchs und der Fakt, dass die Klingenthaler Hänge früher auch kahler waren. Falls sich niemand meldet, handelt es sich offensichtlich um ein bisher unbekanntes Phantom. Bleibt noch Frage, wen denn die Pappeln am Dürrenbach Richtung Zeltplatz gestört haben?  H. S.