Rätselraten um drei Brände im Vogtland

Drei Wohnungsbrände im Vogtland, zwei lebensbedrohlich Verletzte, die in Spezialkliniken liegen, und drei Mal Rätselraten, was Brandursache ist

Pausa/Plauen/Markneukirchen - In Pausa gab es in der Nacht zu Sonntag eine Explosion in einer Wohnung eines Wohnblocks: Der Sachschaden wird auf 100 000 bis 150 000 Euro geschätzt. Der 29-jährige Bewohner (und mutmaßliche Auslöser der Katastrophe) liegt mit schweren Brandverletzungen in einer Spezialklinik in Leipzig. Laut Polizei kämpft er mit dem Leben. "Bei der Explosion hat eine Propangasflasche eine Rolle gespielt", sagt Polizeisprecher Oliver Wurdak.

"Aber wir wissen noch nicht, ob es erst die Explosion gab und dann den Brand, oder ob der Brand die Explosion ausgelöst hat." Die Polizei hatte anfänglich vermutet, eine Gashavarie sei die Ursache. 24 Bewohner mussten aus Sicherheitsgründen evakuiert werden, das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Polizeisprecher Wurdak spricht von statischen Problemen, die erst geklärt werden müssen. Wie es weiter geht, ist derzeit unklar.

In Plauen mussten am Sonntagabend 16 Hausbewohner wegen eines Wohnungsbrandes evakuiert werden. In der Wohnung eines 50-jährigen Mannes brach das Feuer aus. Der Plauener wurde durch die Flammen lebensbedrohlich verletzt und musste in eine Spezialklinik nach Halle geflogen werden. Die Mieter konnten gegen Mitternacht zurück in das Haus.

In Markneukirchen wurden am frühen Sonntagmorgen drei Menschen bei einem Brand in einem Einfamilienhaus verletzt. Die Ursache ist auch hier noch unklar. Verletzt wurden drei Männer im Alter von 19, 22 und 23 Jahren, die im Haus waren und versucht hatten, den Brand selbst zu löschen. Sie erlitten eine Rauchgasvergiftung. Im Haus fanden die Einsatzkräfte den Polizeiangaben zufolge verfassungswidrige Gegenstände, mehrere Softair- und Luftdruckwaffen sowie eine größere Menge in Deutschland nicht zugelassener Pyrotechnik. Die Kriminalpolizei ermittelt in allen drei Fällen. va