Radweg zwischen Oelsnitz und Falkenstein wächst

Oelsnitz  - Die Arbeiten auf dem Radweg Oelsnitz-Falkenstein kommen gut voran. Als "Radspange", als Querverbindung zwischen Elster- und Göltzschtalradweg, baut der Vogtlandkreis die ehemalige Bahnlinie auf einer Länge von 22 Kilometern mit einer Bitumendecke aus.

 

Auf den ersten drei Abschnitten von Taltitz bis Lottengrün sind bereits jetzt - vor Bauende - immer wieder Radsportfans unterwegs, weil der Untergrund fest ist und sich gut fahren lässt. Die Strecke führt durch abwechslungsreiche Landschaft. Die Steigungen fallen - typisch für einen Bahndamm - gering aus. Auf Anfrage unserer Zeitung gab das Landratsamt Auskunft zum Stand der Arbeiten. Von den fünf Bau-Abschnitten ist der erste von Taltitz/Neue Welt bis zur Kreuzung der B 92 komplett nutzungsfähig. Zum Einsatz kam die Firma VSTR Rodewisch, informierte Friedrich Löschner vom Amt für Straßenunterhalt und Instandsetzung per E-Mail. Im zweiten und dritten Abschnitt mit den Stationen Altmannsgrün und Lottengrün ist auf der gesamten Strecke der Unterbau aufgebracht. Noch im Oktober soll Asphalt aufgezogen werden. "Wir hoffen, dass uns die Witterung keinen vorzeitigen Strich durch die Rechnung macht", schreibt Löschner.

In Untermarxgrün gegenüber dem abgerissenen Bahnhof - hier läuft der Radweg parallel zur Staatsstraße - brachte der Bagger von Papai Erdbau - einem Subunternehmen von Heilit+Wörner - am Mittwoch die letzten Meter Frostschutz auf. Für Fahrer Daniel Barkow neigte sich der Einsatz in Oelsnitz dem Ende zu. Von Unfallgefahren berichtet er, weil die Radfahrer während der Arbeiten zwischen den Baufahrzeugen herumgekurvt seien. Ausführende Firma auf dem dritten Abschnitt von Altmannsgrün nach Lottengrün war die EBG Bau Ehrenfriedersdorf.

Die von Bahnbetriebszwecken freigestellte Strecke ist von Bahnwärterhäusern gesäumt (sämtlich in Privatbesitz) und mit Brücken untersetzt, die - sofern erforderlich - vom Landkreis unterhalten werden. Die Brücken - die nicht alle vom Radweg berührt werden - ließ das Landratsamt im Vorfeld bautechnisch prüfen, erklärt Löschner. Interessante Punkte sollen ausgeschildert werden. Dafür ist ein Plan in Arbeit. Zur Streckenführung informierte er, dass der Bahndamm nur an drei Stellen kurz verlassen wird.

An zwei dieser Punkte finden sich parallel Verkehrswege. Auf zusätzliche Landschaftsversiegelung könne hier verzichtet werden. Eine Stelle sei wertvolles Schutzgebiet. Mit den Arbeiten im vierten und fünften Abschnitt von Lottengrün nach Bergen beziehungsweise Bergen-Falkenstein ist die Streicher GmbH beauftragt. Seit Ende September wird dort das Baufeld freigemacht. Insgesamt gibt der Landkreis rund 2,7 Millionen Euro für den neuen Radweg aus. Davon kommen 2,175 Millionen Euro als Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung. Der Landkreis trägt insgesamt 545 000 Euro als Eigenmittel. Erster Spatenstich war am 12. August. R. W.