Purfürst siegt in Netzschkau

Netzschkau - Mike Purfürst wurde am Sonntag zum neuen Bürgermeister von Netzschkau gewählt. Der 45-jährige Unternehmer erhielt bereits im ersten Wahlgang 52,6 Prozent der Stimmen und damit die absolute Mehrheit.

Das war ihm vor fünf Jahren verwehrt geblieben. Damals unterlag er Bürgermeister Werner Müller im zweiten Wahlgang knapp. Das Ergebnis hatte eigentlich keiner erwartet. Nachdem Daniela Hommel-Kreißl, die ehrenamtliche Bürgermeisterin von Pöhl, wenige Wochen vor der Wahl als dritte Kandidatin ihren Hut in den Ring geworfen hatte, war in Netzschkau befürchtet worden, dass ein zweiter Urnengang nötig wird. Selbst Purfürst zeigte sich am Sonntag positiv überrascht von dem eindeutigen Ergebnis. "Damit bleibt den Netzschkauern wenigstens eine zweite Wahl erspart", freute er sich riesig über seinen Sieg.

Dabei gestaltete sich die Auszählung eigentlich als eindeutige Angelegenheit. Drei Wahllokale (Feuerwehr, Sporthalle, Jugendclub) gab es in Netzschkau. Dazu ein Wahllokal im Bürgerhaus Brockau und das Briefwahllokal im Rathaus. Die Wahlbeteiligung lag bei fast 60 Prozent. Bereits eine Viertel Stunde nach Schließung der Wahllokale gingen bei Wahlleiterin Angelika Schönsee die ersten Meldungen ein. Am schnellsten hatten die Helfer in der Feuerwehr gezählt. Von den 415 abgegebenen gültigen Stimmen entfielen 218 auf Mike Purfürst, 99 auf Daniela Hommel-Kreißl und 98 auf Holm Scheibchen.

Dieser Trend setzte sich fort. Purfürst lag überall einsam an der Spitze. Die beiden anderen Kandidaten folgten deutlich abgeschlagen mit fast gleicher Stimmenzahl. Frau Hommel-Kreißl, die aus Reimersgrün kommt, konnte gegenüber Scheibchen in Brockau leicht punkten. Holm Scheibchen hatte im Jugendclub 24 Stimmen mehr. 18.45 Uhr konnte Frau Schönsee das vorläufige Ergebnis der Bürgermeisterwahl in Netzschkau im Rathaus verkünden. Mike Purfürst wurde mit 1117 von 2123 möglichen und damit mit 52,6 Prozent der Wählerstimmen zum neuen Bürgermeister der Stadt gewählt. Hommel-Kreißl (23,79 Prozent) und Scheibchen (23,6 Prozent) teilten sich den Rest der Stimmen.

"Ich bin froh und dankbar, dass trotz des schlechten Wetters so viele Leute zur Wahl gegangen sind", freute sich Purfürst nach der Verkündung des vorläufigen Endergebnisses. Er werde am 1. Mai die Amtsgeschäfte übernehmen. Bis dahin müsse er seine Firma neu ordnen, Modalitäten mit der Kommunalaufsicht klären, Verträge erfüllen und die Zukunft seiner drei Angestellten regeln. Außerdem werde es Übergabetermine im Rathaus geben. Purfürst sieht seiner neuen Aufgabe zuversichtlich entgegen. Schließlich habe er jahrelang im Stadtrat mitgearbeitet und Werner Müller auch bereits längere Zeit vertreten. ina