Prozessauftakt gegen Vergewaltiger

In den Morgenstunden des 25. Oktober zerrt ein Asylbewerber eine 44-jährige Frau auf deren Weg zur Arbeit in ein Gebüsch an der Straßenbahn-Endhaltestelle Rosa-Luxemburg-Platz gegenüber des Biller-Möbelhauses, überwältigt sie und vergewaltigt sie anschließend. Seit Donnerstag muss sich der 37-jährige Pakistani, der seit der Tat in Untersuchungshaft sitzt, vor dem Landgericht Zwickau verantworten.

Den Kopf hat er unter einer Kapuze versteckt, zusätzlich versucht er, sich hinter einem Aktenordner zu verkriechen. Ob dies ein Zeichen ist, dass sich der bereits vorbestrafte Mann, der seit zehn Jahren als Asylbewerber im Vogtland lebt,schämt, ist unklar. Immerhin - während der Ermittlungen zeigte er sich geständig. Ebenfalls am ersten Verhandlungstag anwesend ist das 44-jährige gehbehinderte Opfer des Mannes, gemeinsam mit der Familie, um ihrem Peiniger im Gerichtssaal nicht allein gegenüberstehen zu müssen.

Die Frau hat seither mit psychischen Problemen zu kämpfen, sieht die Bilder der Tat nahezu täglich vor Augen. Nach eigenen Worten hat sie sich vor allem deswegen zur Aussage entschlossen, um zu warnen, denn was ihr passiert ist, könne jederzeit jeder Frau passieren.