Projekt "Nothalt" jetzt auch in Plauen

 

"Es ist egal, ob ihr Streit auf dem Schulweg habt, einen kleinen Unfall oder euch etwas erschreckt. Geht zu den Geschäften mit meinem Logo, dort hilft man euch", möchte das kindgerecht gestaltete Handy-Logo des Projektes ,,Nothalt" ausdrücken. Schon länger war der Verein Karo auf der Suche nach einem Präventionsprojekt für Kinder, sagt Geschäftsführerin Katrin Schauer.

 

Es sei wichtig Möglichkeiten zu schaffen, die im Notfall Unterstützung bieten können. Egal ob ein verlorener Schlüssel, die vergessene Fahrkarte, Streitereien mit Gleichaltrigen auf dem Schulweg oder der Schreck über das Angesprochen werden von einem Fremden, oft sind Kinder bei solchen Situationen überfordert. "Nothalt" soll Kindern und Jugendlichen sichere Anlaufstellen bieten, an die sie sich bei Problemen wenden können. Besonders Geschäfte, die in der Nähe von Schulen liegen, werden von ehrenamtlichen Mitarbeitern angesprochen. Das Logo, das gut sichtbar an den Geschäftstüren angebracht wird, zeigt dann deutlich die Teilnahme an.

 

Bereits 15 Geschäfte haben eine mündliche Zusage gegeben, mit weiteren soll gesprochen werden. Alle werden mit einem Notfallset ausgestattet, erklärt Dr. Klaus Schwenk, der sich sehr für das Projekt einsetzt. Das darin enthaltene Erste-Hilfe-Set und eine Liste mit Notfallnummern könnten nützlich sein. Außerdem liegt eine Handlungsanweisung bei, die dem Erwachsenen vor Ort sagt, was zu tun ist. Ausmalbilder, Stifte und eine Puppe von Kiwanis könnten die Zeit des Wartens überbrücken, bis die Eltern oder anderweitige Hilfe eintrifft. In den nächsten Wochen wird der gebildete Arbeitskreis intensiv mit den Vorbereitungen beginnen.

 

Zur Kinder-Mit-Mach-Messe im Sommer soll dann offiziell begonnen werden und "Nothalt" vorgestellt werden. Bereits im Vorfeld bedarf es nicht nur Arbeit, sondern müsse auch finanziert werden. Deshalb trat der Verein an Kiwanis heran und bat um Unterstützung. Schon lange werden mit den Spenden der Bürger, die die bereits mehrfachen Konzerte der Big Band der Bundeswehr auf dem Altmarkt besuchen, soziale Einrichtungen oder Vereine unterstützt. Die gestern gespendeten Einnahmen stammen vom Konzert vor zwei Jahren und sollen speziell die Druckkosten von Flyern und Plakaten decken. Vertreter des Serviceclubs-Kiwanis überreichten am Donnerstag einen Scheck in Höhe von 500 Euro an den Verein Karo. Die Kiwanis-Spende dient der Vorbereitung des Projektes.  S. Rössel