Prof. Kowalzick meldet sich zum Dienst

Viele Plauener freuen sich auf den Sommerurlaub. Auch Prof. Dr. Lutz Kowalzick packt seine Koffer - um einen dreiwöchigen Dienst im Bundeswehrkrankenhaus in Koblenz anzutreten.

Plauen Dass er in den Ruhestand treten würde, glaubte Prof. Kowalzick selbst am wenigsten, als er zu Jahresbeginn seine langjährige Karriere als Chefarzt der Hautklinik am Helios Vogtland-Klinikum beendete. Seine ehrenamtlichen Tätigkeiten lassen sich beim besten Willen nicht an einer Hand aufzählen. Doch zudem ist der Professor noch Reserveoffizier, begleitet den höchsten Rang, den die Bundeswehr für Reservisten zu vergeben hat: Oberstarzt. Und in genau dieser Funktion tritt er kommenden Montag seinen dreiwöchigen Dienst im Bundeswehr-Zentralkrankenhaus in Koblenz an. Seine Bereitschaft dafür hatte er bereits Anfang des Jahres erklärt - dann kam Corona dazwischen. Welche Aufgaben ihn in Koblenz erwarten - "ich lass mich überraschen", sagt er. Unbekanntes Terrain betritt er sowieso nicht, bereits vor acht Jahren leistete er dort Reservistendienst. Daher weiß er natürlich, dass das Krankenhaus über eine Hautklinik verfügt, aber ob Einschränkungen gelten weil vielleicht coronabedingt Betten vorgehalten werden, ist ihm derzeit noch unbekannt. Ob er aufgrund seines Dienstgrades auch aktiv Dienenden weisungsberechtigt ist? "In dem Moment, wo ich meinen Dienst antrete, bin ich wieder komplett in die Hierarchie eingebunden", sagt Prof. Kowalzick, der seine Dienstzeit auch als Abwechslung sieht - selbst in der eigentlich schönsten Zeit des Jahres. "Man kann ja dieses Jahr sowieso nicht so reisen wie man möchte und im Juli ist es nach Dienstschluss wenigstens noch nicht ganz dunkel", gewinnt er seinem Aufenthalt in Koblenz das Positive ab. Während des Dienstes, wenn es "dicht an den Patienten geht", wird er in Zeiten von Corona natürlich eine FFP-2 oder FFP-3-Maske tragen. Als Oberst wäre es ihm aber schon lieber, wenn diese Teile auch ein militärisches Aussehen hätten. "Ich habe dieser Tage im Fernsehen einen Admiral mit einer himmelblauen Maske gesehen, dass sah schon eigenartig aus", sagt Prof. Kowalzick, der sich durchaus "flecktarn" vorstellen könnte. top