Preiswürdige Ziegen-Zucht

Der Innovationspreis Vogtländische Landwirtschaft 2019 geht an den Ziegenhof Meißgeier: Der Familienbetrieb aus Langenbach bei Mühltroff darf sich über 2500 Preisgeld freuen - gesponsert von der VR Bank Bayreuth-Hof.

Mühltroff/Langenbach -  Der Betrieb besteht seit 2004 und hat sich der Erhaltung der Thüringer Waldziege verschrieben - und der Hofkäserei: Heute gibt es bis zu 80 Ziegen (und die Nachzucht). Nach gut 150 Tagen Tragezeit werfen die Ziegen; jede gibt jährlich bis zu 900 Liter Milch - gemolken wird zweimal täglich. Aus jährlich 45 000 Litern wird Käse gemacht - alle möglichen Sorgen: Weich- Schnitt- und Hartkäse . . .
Die Entwicklung des Familienbetriebes ist in erster Linie der Mutter Annett des seit kurzer Zeit vom Sohn Michael Meißgeier geführten Betriebes zu danken. So wurde 2007 ein moderner Stall für etwa 70 Ziegen errichtet und ein moderner Melkstand mit zwölf Plätzen geschaffen. Schritt für Schritt stieg die Zahl der Ziegenkäseprodukte. Neben dem Hofladen, der freitags und samstags öffnet, veranstaltet die Familie jährlich ein Hoffest, welches Hunderte von Besuchern in den Hof lockt.
Seit Jahren sind die Zuchttiere des Betriebes bei Auktionen gefragte: So verließen 2018 zwei der fünf dort gekörten Böcke die Auktion der Landesverbände Berlin-Brandenburg und Sachsen in Waldkirchen in andere Betriebe. Die Bemühungen um die Erhaltung der Ziegenart und die Leistungen Annett Meißgeiers führten 2014 zur Verleihung der Siegerurkunde im Landeswettbewerb "Tier- und umweltgerechte Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere" in der Kategorie Ziegenhaltung durch Dr. Doris Reimann vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie.
Gegenwärtig haben fast alle der 70 Zuchtziegen gelammt und so ist zunächst bis Mitte März Hauptarbeitszeit im Ziegenhof, um die etwa 130 Zicklein mit viel Zeit und Liebe aufzuziehen. Zeit, die für andere Aufgaben in Beruf und Familie fehlt.     jpk