Preisträger bieten Überragendes

Als Abschluss und zugleich Höhepunkt der 48. Internationalen Akkordeonwettbewerbe fand am Sonntagnachmittag in der Aula am Amtsberg das Preisträgerkonzert statt.

Klingenthal - Die überragende künstlerische Bedeutung dieses weltweit als einer der besten seiner Art anerkannten Wettbewerbs und dessen weitreichende öffentliche Wahrnehmung konnte man an den Gästen ersehen. Zu diesen gehörten Landrat Dr. Tassilo Lenk, der Präsident des Sächsischen Landtages, Dr. Matthis Rößler und zugleich Schirmherr des Wettbewerbs, die Bürgermeister der Partnerstädte Neuenrade und Graslitz, die Landtagsabgeordnete Andrea Roth sowie weitere Vertreter von Politik und Kultur aus dem In- und Ausland.

Die Besucher erlebten im Zusammenhang mit der Auszeichnung der Preisträger in den sieben Kategorien ein Konzert, wie es selbst die Musikstadt Klingenthal nicht alle Tage erlebt. Den Auftakt gestaltete die Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach unter Leitung von Chefdirigent Jiri Malát mit der Ouvertüre zu "Die Hebriden" von Felix Mendelssohn Bartholdy. Breiten Raum in der Veranstaltung nahm natürlich die Übergabe der Urkunden an die jeweils Erst- bis Drittplatzierten in den einzelnen Kategorien ein, wobei es diesmal keine Kategorie I, dafür aber neu die VIII gab, Instrumentalgruppen bis sechs Musikern mit bis zu zwei Bandonions. Außerdem gab es zahlreiche Sonderpreise. So überreichte der Neuenrader Bürgermeister Klaus-Peter Sasse einen von der Stadt gestifteten Preis in Höhe von 1500 Euro an die Siegerin in der Kategorie III, Solisten bis 18 Jahre, Jianan Tian aus China. In einem Grußwort nannte er es großartig, wie sich hier Jahr für Jahr Musiker zum Wettbewerb träfen, der ihnen zugleich eine berufliche Chance böte.

 

Erwähnenswert auch zwei Sonderpreise für den punktbesten deutschen solistischen Teilnehmer. Einer kam vom Deutschen Akkordeonlehrerverband und ein zweiter von Akkordeon Worldwide. Deren Internetplattform hat täglich etwa 5000 Besucher, und der Preis bestand aus der Erstellung einer Website im Wert von 300 Euro. Empfängerin beider Sonderpreise war Xuang Fang, die erst seit diesem Jahr deutsche Staatsbürgerin ist. Zwischen den Auszeichnungen begeisterten die ersten Preisträger in den einzelnen Kategorien das Publikum. Herausragend dabei beispielsweise der Italiener Pietro Adragna in der Kategorie VI, virtuose Unterhaltungsmusik, dessen Mimik und Gestik das Spiel perfekt ergänzten, das im Beifallssturm endete. Interessant auch das ESSe-Quintett in Kategorie V, kammermusikalische Besetzung mit einem Akkordeon und bis zu sechs Musikern, das "This is it" von Michael Jackson interpretierte. Höhepunkt war der Auftritt des Siegers der Solistenklasse, Thibaut Trosset, in Begleitung der Vogtland Philharmonie mit "Recall" des dänischen Komponisten Per Norgard.