Preisgekrönte Holzarbeiten in Lichtenstein zu sehen

Im Turnus von zwei bis drei Jahren führt die Landesinnung der Holzbildhauer Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Verband Schweizer Holzbildhauer eine internationale Ausschreibung für Holzkünstler durch.

 

Die besten Arbeiten der Ausschreibung von 2008 vereint die Sonderausstellung "Europäischer GestaltungsPreis", welche am Donnerstagabend mit rund 100 Gästen im Rahmen einer Vernissage im Daetz-Centrum eröffnet wurde.

Zu sehen ist die Schau mit insgesamt 49 Exponaten noch bis zum 13. September täglich von 10 bis 18 Uhr. Lichtenstein ist dabei nach Stuttgart die zweite Station einer Europa-Tournee, wo die Preisträgerausstellung zu sehen ist. Anschließend werden die Kunstwerke unter anderem noch nach Chemnitz, Karlsruhe, Brüssel und in das schweizerische Brienz gehen. Musikalisch umrahmt wurde die feierliche Eröffnung durch Pascal und Markus Kaufmann aus Lichtenstein, die als mehrfache Preisträger namhafter Klavier- und Orgelwettbewerbe für einen exzellenten Hörgenuss sorgten.

Mit dem Ziel, die Holzbildhauerei zwischen traditionellem Handwerk und dem hohen Anspruch an künstlerischer Gestaltung zur Stärkung der öffentlichen Akzeptanz zu fördern, erhielten die besten Arbeiten eine Auszeichnung. Die Präsentation zeigt alle sieben prämierten Arbeiten der aktuellen Auflage des Wettbewerbes, der diesmal unter dem Motto "Beziehungen" stand. Den Hauptpreis, dotiert mit 5.000 E, erhielt die Südtirolerin Bildhauerin Heidi Leitner für ihre Arbeit "Alter Mann im Rollstuhl". Ausgezeichnet wurde auch der Künstler Rudolf Bannwarth.

Seine Skulptur "Die Beziehung zwischen Mutter und Kind" wurde mit dem erstmals verliehenen Sonderpreis der Stadt Lichtenstein geehrt. Insgesamt präsentiert die Sonderausstellung, welche die Besucher in der Remise des Schlosspalais Lichtenstein erwartet, die ganze Bandbreite zeitgenössischer Holzbildhauerkunst und gibt somit einen hervorragenden Überblick über die Vielschichtigkeit mitteleuropäischer Bildhauerei.