Präzisionstechnik: Weichen auf Fortführung

Der Automobilzulieferer Präzisionstechnik Reichenbach produziert weiter - trotz Insolvenzverfahren. Weichen stehen auf Fortführung.

Reichenbach - Das zuständige Insolvenzgericht Chemnitz hat am 27. September 2013 das Insolvenzverfahren über die Präzisionstechnik Reichenbach GmbH eröffnet. Zum Insolvenzverwalter hat das Insolvenzgericht Rechtsanwalt Kai Dellit von der bundesweit tätigen Kanzlei hww wienberg wilhelm bestellt.

Insolvenzverwalter Dellit informierte die 73 Mitarbeiter der Präzisionstechnik Reichenbach GmbH am Dienstag in einer Betriebsversammlung über die Fortführung des Geschäftsbetriebes und den Stand des bereits im Antragsverfahren eingeleiteten Umstrukturierungsprozesses zur Investorensuche. "Ich bin optimistisch, dass wir einen Investor finden", erklärt Dellit. Kunden und Lieferanten haben laut Mitteilung des Insolvenzverwalters dem Unternehmen durch Fortsetzung der Verträge ihr Vertrauen ausgesprochen. Die Belegschaft sei motiviert.

Die Präzisionstechnik Reichenbach GmbH hatte am 27. August Insolvenz angemeldet und ein Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das Insolvenzgericht Amtsgericht Chemnitz war zunächst diesem Antrag gefolgt. So erfolgte die Führung des Unternehmens durch die Geschäftsführung unter Aufsicht des vorläufigen Sachwalters Dellit. Am 16. September nahm die Geschäftsführung den Antrag auf Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung auf Anregung des vorläufigen Gläubigerausschusses allerdings zurück.

Die Präzisionstechnik Reichenbach GmbH ist Partner für die deutsche und europäische Automobilindustrie und Zulieferer in den Bereichen Differenziale und Differenzialgehäuse für Automobilhersteller. Sie gehörte ursprünglich zur Weigl-Group, die im Frühjahr 2011 in Schieflage geraten war. Der erfolgreiche Standort im Vogtland überlebte und wechselte zur schwedischen Swetec-Gruppe. va