Präzisionstechnik GmbH braucht Schutzschirm

Die Präzisionstechnik Reichenbach GmbH nutzt ein Schutzschirmverfahren zur Umstrukturierung, um so das Unternehmen mit 73 Mitarbeiter zu erhalten.

Reichenbach - Das Amtsgericht Chemnitz hat am Mittwoch dem am selben Tag eingereichten Antrag der Präzisionstechnik Reichenbach GmbH auf Anordnung eines Schutzschirmverfahrens in Eigenverwaltung stattgegeben, heißt es in einer Mitteilung der Geschäftsleitung. Das Unternehmen habe bis 27. November Zeit, einen Sanierungsplan vorzulegen. In diesem soll den Gläubigern ein Konzept zur Restrukturierung der Präzisionstechnik Reichenbach GmbH vorgeschlagen werden.

Das Unternehmen bleibe in Eigenverwaltung, das heißt, die Firmenleitung führt den Geschäftsbetrieb unverändert und eigenverantwortlich fort. Der Gesellschaft wurde auf deren Vorschlag hin Rechtsanwalt Kai Dellit vom Gericht als vorläufiger Sachwalter zur Seite gestellt, der - ähnlich wie ein Aufsichtsrat - das Verfahren im Hinblick auf den Gläubigerschutz überwachen wird.

Die Präzisionstechnik Reichenbach GmbH hat 73 Arbeitnehmer und ist seit Jahrzehnten Partner für die deutsche und europäische Automobilindustrie und Zulieferer von Differenzialen und Differenzialgehäusen. Das Schutzschirmverfahren, heißt es, biete der Gesellschaft die notwendige Flexibilität für eine nachhaltige Sanierung und Neuausrichtung ihres Leistungsspektrums im Sinne ihrer Gläubiger, Kunden und Mitarbeiter.

Sobald die Sanierung der Präzisionstechnik Reichenbach GmbH umgesetzt wurde, könne die Gesellschaft dauerhaft und gestärkt am Markt tätig sein. Das zum 1. März 2012 per Gesetz eingeführte Schutzschirmverfahren diene dem Ziel, eine Sanierung von Unternehmen in einem geordneten Verfahren erfolgreich durchzuführen und gelte als das sanierungsfreundlichste Verfahren, welches das deutsche Recht vorsieht. va