Porzellan-Sonderschau im Unteren Schloss Greiz

Gold wurde in vielen Kulturen als Synonym besonders wertvoller Gegenstände verwendet. Das Porzellan wird durch die Besonderheit der Herstellungsgeschichte auch als weißes Gold bezeichnet. Die Ortschaft Fraureuth gehörte bis 1918 zum Fürstentum Reuß älterer Linie. Hauptstadt des souveränen Landes und Residenz der Fürsten war die Stadt Greiz.

Die 1865 von Georg Bruno Foedisch und Arved Römer gegründete Porzellanmanufaktur erlangte durch ihre qualitativ hochwertigen Erzeugnisse weltweite Bekanntheit. Auch in den USA kannte und schätzte man Fraureuther Porzellan. Eine gute Geschäftsführung und die Gewinnung namhafter Künstler für die Porzellangestaltung trugen erheblich zum Erfolg des Unternehmens bei. So konnte die Fraureuther Porzellanmanufaktur nach der Jahrhundertwende expandieren und ihre Produktion auf Zweigbetriebe in Lichte und Wallendorf ausweiten.

Auch nach dem ersten Weltkrieg war die Nachfrage nach Fraureuther Porzellan ungebrochen. Dennoch musste das Unternehmen 1926 nach einigen unausgereiften Modernisierungen, Fehlspekulationen und schlechten wirtschaftspolitischen Entwicklungen Konkurs anmelden. Die Sonderausstellung vom 18. April bis 26. September in den Räumen des Unteren Schlosses Greiz soll an ein bedeutendes Kapitel reußisch-thüringisch-sächsischer Wirtschaftsgeschichte erinnern. va