Pöhler Touristiker in Plauener Unterwelt

Ein Mal monatlich treffen sich die Vermieter, Gastronomen und Freizeitanbieter von der Talsperre Pöhl zu einem Erfahrungsaustausch. Am Mittwoch folgten sie der Einladung des Vorsitzenden des Bergknappenvereins Plauen, Gert Müller. Die Pöhler besichtigten das Luftschutzmuseum "Meyerhof", stiegen hinab in den Zollkeller und streiften durch die Gänge des Alaunbergwerkes.

Der Hobbybergmann kann sich eine Zusammenarbeit mit den rührigen Pöhlern gut vorstellen. Bereits während der letzten Sitzung hatte er angeboten, Sonderführungen an festgesetzten Tagen durchzuführen. "Es müssten mindestens fünf Interessierte sein", so Müller. Eine Besichtigung des Luftschutzmuseums mit einem Stadtrundgang zu verbinden, wäre durchaus denkbar. Aber auch eine komplette Führung unter dem Motto "Plauen unter Tage" mit einer Dauer von über zwei Stunden sei möglich.

Die Führer der Plauener Bergknappen haben ein erhebliches Wissen zur Geschichte Plauens und können nicht nur trockene Zahlen vermitteln. Bei ihren Erschließungen kamen so manche große und kleine Zeugen der Vergangenheit ans Tageslicht. Der Bergknappe berichtete von Scherben, die zum Wegebau verwendet wurden und von gefunden Flaschen einer alten Plauener Brauerei. Diese sind jetzt als Ausstellungsstücke in einem Teil der Kelleranlage am Schlossberg zu sehen. Hier habe man noch viel vor. Von insgesamt elf Kellern, die sich unter dem Schlosshang befinden, sollen acht freigelegt werden.

Im ersten, der ehemaligen Syrastraße 10, befindet sich das Luftschutzmuseum. Hier sollen in Zukunft weitere zwei Keller hinzu kommen. Müller träumt von einer Anlage mit Terrassen am Hang und Jazzkeller sowie öffentlichen Toiletten in den Kellerräumen. "Das kostet richtig Geld", so der Plauener.