Pöhl-Radweg in Gedanken geradelt

Fest steht noch nichts: Weder, ob es dafür Fördermittel gibt, noch, ob der Streckenverlauf machbar ist. Verschiedene Streckenteile würden nämlich über privaten Grund und Boden laufen, weswegen der Zweckverband noch Gespräche mit dem Eigentümer führen müsse, so Zweckverbandsvorsitzender Rolf Keil.

Über 23 Kilometer wird der Radler laut Plan um das Vogtlandmeer herumgeführt, wobei größtenteils der Blick zum Wasser gegeben ist. Rund zehn Prozent der Strecke müsse neu trassiert werden, der Rest verlaufe auf bereits vorhandenen Wegen und Straßen, so Sascha Granetzny. Deren Qualität fällt ganz unterschiedlich aus. Mal geht es entlang des Waldes oder durch selbigen, mal am Feld entlang, einmal durch Anliegerstraßen (zum Beispiel Rodlera oder Gelände Segelverein) und durch kleine Orte, wie durch Thoßfell oder Altensalz.

Bei der Strecke wird es sich voraussichtlich nicht um einen reinen Radweg, vielmehr um eine Mischtrasse aus Wander- und Radweg handeln. Seine fiktive Radtour begann Sascha Granetzny an der Freizeitanlage/Minigolf. Dort könnte der Radweg über die Staatsstrae führen - durch Neudörfel und die Siedlung Rodlera. Über Anliegerstraßen geht es auf die Schlosshalbinsel. Dort müsse der Radler einen Bach überqueren - die Brücke dazu müsste gebaut werden.

Ein "gut ausgebildetes Asphaltwegenetz" gebe es auf der Schlosshalbinsel, ehe es Richtung Helmsgrün geht. Hier trifft der Radler viele Wald- und Feldwege an. Sinnvoll wäre der Bau eines zweieinhalb Meter breiten Asphaltbandes - eine sandgeschlämmter Weg hingegen müsse ständig gewartet werden und koste so zu viel Geld.

Etwas Ungemach bereiten die steilen Treppen bei Gansgrün und die erste Vorsperren. Würde man die Treppen in die Route einbeziehen, müsste eine steile Rampe her - doch auch die käme teuer. So empfahl der Planer, die Treppen zu umfahren. Unbehaglich auch der Gedanke, Radler über die belebte Kreisstraße zwischen Gansgrün und Thoßfell zu schicken. "Da fahren sie einem den Pops weg", hieß es in der Runde. So überlegt man, ob ein separates Stück Radweg parallel zur Kreisstraße gebaut werden könnte.

Über Altensalz erreicht der Radler Voigtsgrün, wo man einen derzeit brach liegenden Weg (die frühere Liegewiese bei Möschwitz) aktivieren will. Unklar ist, wie der Radweg in Gunzenberg verlaufen soll. Der asphaltierte Weg zwischen Steghaus/Liegewiese, Kletterwald und Schiffsanlegestelle sei zur Saison stark von Fußgängern und Spaziergängern frequentiert. Radler und Promenierende würden sich arg ins Gehege kommen.

Vom Pöhler Radrundweg will der Planer auf jeden Fall die radseitigen Anschlüsse zu weiteren Zielen und Radwegen schaffen: So von Gunzenbeg aus zum Lochbauern, von Neuensalz die Aufbindung zum Falkensteiner Radweg, von Thoßfell zum Treuener Radweg, auch der Kuhberg und der Elsterradweg sollen erreichbar sein.

Eines wird der Radrundweg jedenfalls nicht sein: Bequem und flach wie an der Küste. Auch am Vogtlandmeer wird das Gebirge zu spüren sein und man muss zweilen kräftig in die Pedale treten.