Plauens Wirtschaftsförderer mit schlechter Nachricht

Beginnen wir mit der vermeintlich guten Nachricht: Von den 150 Grundstücken in den sieben kommunal erschlossenen Gewerbegebieten, einschließlich des Mischgebietes Reusa, sind rund 70 Prozent der Flächen verkauft.

 

Und nun gleich die schlechte: Im zurückliegenden Jahr wurde nicht ein einziges an einen potenziellen Investor veräußert - erstmals seit 1992. Über diese Tatsache informierte Wirtschaftsförderer Eckhard Sorger mittels des aktuellen Gewerbeflächenreports die Mitglieder des Wirtschaftsförderungsausschusses am Montag. Als Ursachen wurde die momentane Krise und die daraus resultierende schlechte Auftragslage vieler Unternehmen ausgemacht. 34 Hektar, also rund ein Viertel der ausgewiesenen 130 Hektar in den Gewerbegebieten Neuensalz Nord und Süd, Reißig, Zadera, Reusa, Schöpsdrehe und Oberlosa stehen derzeit noch zum Verkauf.

 

Besonders gut angenommen von einheimischen Mittelständlern scheint das Gewerbegebiet Zadera - hier beträgt der Auslastungsgrad knapp 90 Prozent. Lediglich drei Flächen in unmittelbarer Nähe der bewohnten Kopernikusstraße harren noch eines Interessenten. Noch sehr übersichtlich sieht es dagegen im Gewerbegebiet Oberlosa aus, wo derzeit gerade mal 39 Prozent der Fläche an einen Investor gebracht wurden. Abzüglich der reservierten Flächen sind noch 53 Prozent frei.

 

Vor allem mit ihrer idealen Anbindung zur Autobahn bewarb Sorger die noch acht freien Flächen im Gewerbegebiet Neuensalz-Süd. Hier beträgt der Auslastungsgrad gerade 51 Prozent, während sich die Situation im nördlichen Teil - 85 Prozent - hoffnungsvoller darstellt. Im Gewerbepark Reißig schlägt vor allem eine 20 000 Quadratmeter große Fläche, die für Mittelständler zu "üppig" sein dürfte, negativ in die Verkaufsbilanz von derzeit 71 Prozent. Ähnlich die Situation im Gewerbepark Reusa, wo eine 10 000 Quadratmeter Fläche schwer verkäuflich ist, der Rest aber belegt ist. Eher durchwachsen die Situation an der Schöpsdrehe, wo 61 Prozent der vorgehaltenen Fläche unter Dach und Fach sind.

Man werde sich hinsichtlich der weiteren Vermarktung schwerpunktmäßig auf die Themen High Stick und umweltfreundliche Unternehmen konzentrieren, ließ Sorger abschließend wissen. Und wenn in diesem Jahr eine einzige Fläche verkauft wird, stellt das ja immerhin eine Steigerung um 100 Prozent dar. tp