Plauener Wald wirft ordentlich Gewinn ab

Plauen - "Förster war mein Traumberuf. Immer wenn jetzt das Handy bimmelt denke ich, hätteste doch was Ordentliches gelernt". Derart humorvoll begrüßte Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer am Donnerstag Lothar Schneider vom Forstbezirk Plauen und Revierleiter Steve Fischer.

Beide stellten den Mitgliedern des Finanzausschusses den "Forstlichen Wirtschaftsplan 2014" vor. Und in der Tat dürften die beiden von Außenstehenden ein wenig beneidet werden, denn in ihrer Branche arbeitet man nach Zehnjahres-Plänen. Und wenn der noch gültige im nächsten Jahr ausläuft, wird er hinsichtlich der Gesamtnutzung mit 104 Prozent erfüllt sein, wie Schneider informierte. Für das aktuelle Jahr habe man aufgrund umfangreichen Schneebruchs die "zu liefernde" Holzmenge ebenfalls übererfüllt. Die Gesamtfläche kommunalen Waldes beträgt 2300 Hektar. Der Plan sieht für 2014 vor, im Wert von 360 000 Euro Aufpflanzungen vorzunehmen, die Einnahmen aus dem Holzverkauf sollen 552 000 Euro betragen.

"Da bleibt was hängen", kommentierte Schneider die Gewinnspanne von rund 192 000 Euro. Momentan werde der Festmeter Holz mit 45 bis 50 Euro gehandelt, die Preise stiegen in diesem Jahr nochmals leicht an. Für die Wegeinstandsetzung haben die Forstleute ebenfalls Geld eingeplant - 52 000 Euro jährlich. Das Verursacherprinzip greife nämlich nicht, so Fischer. "Dann holt uns keine Fremdfirma mehr das Holz aus dem Wald". Schneider machte am Rande noch auf ein vermeintliches Kuriosum aufmerksam: Starke Stämme werden schlechter bezahlt als kleine, weil die Massenproduktion längst auch bei den Sägewerken angekommen ist und die möglichst genormte Stämme verarbeiten. tp