Plauener Verein baut Brücken

Zahlreiche Besucher beim "Tag der offenen Tür" des Brücke Plauen e.V. waren sich am Dienstag einig: Der Verein leistet eine wichtige Arbeit, die ohne Abstriche weitergeführt werden muss.

Plauen - Gratulanten und interessierte Besucher gaben sich am Dienstag beim "Tag der offenen Tür" des Brücke-Vereins in der Schlossstraße 15/17 die sprichwörtliche Klinke in die Hand. Partner, Klienten und Freunde des 1991 gegründeten Vereins waren ebenso gekommen wie Kommunalpolitiker und Vertreter von Ämtern und Sozialverbänden.

Dank, anerkennende Worte und viele guten Wünschen hinterließen in Schriftform an der extra aufgestellten Pinnwand unter anderem Jugendamtsleiter Dr. Berthold Geier vom Vogtlandkreis, Jugendrichterin Andrea Hörr und der Vorsitzende des Jugendschöffengerichtes am Amtsgericht Plauen, Richter Wilhelm Gerhards, aber auch Linken-Kreisrätin Waltraud Klarner und viele andere Gäste.

"Als anerkannter Träger der Jugendhilfe leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung von Problemlagen straffällig gewordener Jugendlicher. Dieses Tätigkeitsfeld zählt zu den sensibelsten, aber auch zu den anspruchsvollsten Aufgaben innerhalb der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen", so hatte es der damals frisch ins Amt gewählte Landrat des Vogtlandkreises, Dr. Tassilo Lenk, schon 1996 in seinem Grußwort zum fünfjährigen Brücke- Bestehen formuliert.

Mittlerweile sind viele wichtige Tätigkeitsfelder hinzugekommen, so unter anderem Familienhilfe und Erziehungsbeistandschaft ebenso wie verschiedene Aufgaben der Jugendgerichtshilfe. Im Anschluss an den "Tag der offenen Tür" traf sich am Dienstagabend in der Schlossstraße auch der Beirat des Vereins.

Bei der Zusammenkunft spielte die Vertragskündigung des Vogtlandkreises hinsichtlich der übertragenen Pflicht- und freiwilligen Aufgaben in der Gesundheits-, Jugend- und Sozialhilfe, von der die Brücke ebenso wie viele andere Trägervereine betroffen ist, eine zentrale Rolle.

Auf der Basis eines mehrheitlich beschlossenen Haushaltsantrages der Kreistagsfraktionen von CDU und SPD soll die Finanzierung auf das Niveau von 2013 zurückgefahren werden. Gravierende Leistungseinschnitte drohen.