Plauener Ulrich Völkl spendete 150 Mal Blut

Plauen - "Sie haben ja eine Bilderbuchader", hat einmal ein Arzt zu ihm gesagt, als Ulrich Völkl zu einem seiner Blutspendetermin kam. Der meinte damit, dass der "Piekser zum Blutanzapfen" unkompliziert angesetzt werden könne.

 

150 Mal in seinem Leben spendete der Plauener etwas vom wertvollen Lebenssaft. Jeweils 400 Milliliter, bei besonderen Spendeaktionen auch schon mal 600 Milliliter. Nun hat er kürzlich für das große Jubiläum die Ehrennadel in Gold mit Eichenkranz erhalten. Zugleich war das auch die letzte Spende, so ist es festgelegt, in seinem langen Spenderdasein welches 1968 startete. "Damals als Student habe ich es wegen der finanziellen Zuwendung getan, später blieb ich auch ohne Geld dabei", erzählt der Vogtländer, der im Beruf 45 Jahre als Maschinenbauingenieur tätig war. "Ich hab in der Plamag gearbeitet. Und dort waren auch einige Jahre die Termine zur Blutspende."

Für ihn ist das Blutspenden eine Ehre, ein wichtiger Beitrag der Solidarität und gelebte Hilfsbereitschaft für andere Mitbürger. "Blut wird ja viel gebraucht, und nebenbei, es kann einen auch selbst treffen, bei einem schweren Verkehrsunfall beispielsweise", sagt der 65-jährige Rentner bestimmt. Voraussetzung zum Spenden sei aber die eigene Gesundheit und dass man sich dabei wohl fühlt.

 

"Man darf nach dem Vorgang des Blutnehmens nicht kaputt sein oder sich schlecht fühlen, das bringt nichts." Für ihn war die Prozedur stets kein Problem, der Plauener ist immer noch ein stattlicher Mann, der viel Sport treibt, früher Volleyball, Leichtathletik und heute oft und gern mit dem Rad durch die Gegend fährt. "Ich ernähre mich auch durchaus gesund, das kommt dazu, aber ich mag es auch schon mal deftig-vogtländisch", verrät Ulrich Völkl. Für das Wochenende hatte er einen kleinen Koffer gepackt. Die anstehende Reise führte den verdienten Blutspender auf Einladung des DRK zum Weltblutspendertag. "Es gibt einen Festakt im Schloß Charlottenburg, soviel weiß ich." Was der Plauener nicht wusste, es wartete eine weitere Auszeichnung auf ihn.  fb