Plauener Tischlermeister baut Spielhäuser

Plauen - Strahlende Kinderaugen und lachende Gesichter sind für Falk Schilb der schönste Lohn für seine Arbeit. Der Plauener Tischlermeister baut Spielhäuser, Kletterkombinationen und richtige kleine Spielparadiese für Kinder.

 

Angefangen hat alles mit dem Spielplatz auf dem Gelände der Parkeisenbahn, der ein Projekt des Mehrgenerationenhauses war. Balancierbalken, Rutsche, Schaukel und ein kleines Häuschen fanden hier ihren Platz. Schnell fand Schilb selbst gefallen an der Arbeit für solche Projekte, denn kreativ war er schon immer gern. So entwickelte er kurze Zeit später ein Spielhaus für den Innenbereich, das auf mehreren Ebenen mit Rutschen, Ballkugelbahn, Kaufladen, Kuschelhöhle und einer Garage für Rutschautos für immer neuen Spaß sorgt. So einiges entstand für das Mehrgenerationenhaus, aber auch Kindertagesstätten wurden auf den Tischler aufmerksam. Die Kita in Jocketa feierte erst vor wenigen Wochen ein großes Piratenfest, denn Falk Schilb hat mit seinen Mitarbeitern ein riesiges Schiff zwischen die Bäume im Garten gezaubert.

"Natürlich steckt in solchen Projekten eine Menge Arbeit und Zeit und vom ersten Gespräch bis zur Fertigstellung vergeht eine Weile. Ich höre mir immer erst an was die Kunden sich vorstellen, dann bringe ich meine Ideen zu Papier. Wenn ich berechnet habe wieviel ich Material brauche, dann geht die Suche los. Manchmal habe ich Glück und irgendwo werden gerade Bäume gefällt. Wie so ein Haus oder eine Kletterwand dann am Ende aussehen, entscheidet sich eigentlich erst, wenn ich das Holz bei mir in der Werkstatt habe. Dann sehe ich, welche Stämme oder Äste aneinander passen oder sich so zusammen fügen wie ich es mir vorgestellt habe."

 Neben den großen Bauwerken enstehen unter seinen Händen aber auch kleine Figuren und Filigranes. Von der Figur zum Hinterherziehen bis zum Kaufmannsladen ist in seinem Ausstellungsraum alles zu finden was Kinderherzen höher schlagen lässt. Seit fünf Jahren ist sein Firmensitz in der Trögerstraße. Hier hat er mehr Platz als vorher in der Hofer Straße, begründet er.

 

Selbständig machte Schilb sich im März 1992. Neben den Spielgeräten und dem Spielzeug gehören nach wie vor auch Tische und Schränke zu seinen Aufträgen. "Von der Puppenwiege bis zum Dachgeschossausbau ist alles möglich. Mir ist es schon ein Anliegen den Menschen zu zeigen, dass man mehr aus Holz machen kann als es einfach nur in den Ofen zu stecken", sagt er. Das ist nicht nur in seiner Tischlerei und dem Verkaufsraum zu sehen, sondern auch auf seinen Marktständen, die das ganze Jahr über an verschiedenen Orten zu bestimmten Anlässen zu finden sind. Und sogar zur Weihnachtszeit im Vogtlandmuseum ist ein Werk von Falk Schilb zu bestaunen. Der Drehturm mit der großen Holzeisenbahn stammt von ihm.    S. Rössel