Plauener Tafel über Kleidersammel-Flyer verwirrt

Für Verwirrung sorgte unlängst ein Flyer, der in zahlreichen Briefkästen der Stadt zu finden war. Damit macht ein gewerblicher Kleidersammler auf seine Dienste aufmerksam und verspricht, die gut erhaltene, nicht mehr benötigte Kleidung vor Ort in den betreffenden Stadtteilen abzuholen.

 

Als quasi moralischen Beistand holte er sich dafür die Plauener Tafel ins Boot - auf dem Flyer sind telefonische Erreichbarkeit und Adresse der Tafel auf der Klopstockstraße 15 vermerkt. Zunächst glaubte Konstanze Schumann von der Pausaer Ali, die auch die Plauener Tafel betreut, dass es sich um eine gar nicht existierende Firma handelt, die da ihre offenbar dubiosen Dienste anbietet. Die Recherche ergab allerdings, dass es sich um ein Geschäft in der Pausaer Straße, gegenüber des Netto-Marktes, handelt. "Wir hätten das gar nicht mitbekommen, wenn uns nicht eine Bürgerin aus Kleinfriesen informiert hätte", sagt Schumann unserer Zeitung. "Am Ende hätten wir wegen unerlaubter Werbung noch ein Bußgeld aufgebrummt bekommen."

Schumann stellt nochmals klar, dass Kleider- und andere Spenden nur direkt bei der Plauener Tafel abgegeben werden können, eine Abholung erfolgt nicht. Der Mann übrigens sei sich keiner Schuld bewusst. Mit seinem Flyer habe er die Tafel sogar unterstützen wollen - wenngleich seine Sammlung rein kommerzieller Art war, wie auch auf dem Werbezettel vermerkt. "Auf derartige ?Hilfe? wollen wir dennoch und auch in Zukunft gern verzichten", macht Schumann deutlich.    tp