Plauener sorgen sich wegen Nazi-Aufmarsch

"Wir sind gegen diese Demonstration. Ich finde es schlimm, dass die Leute unter dem Vorwand des Gedenkens an die Opfer der Bombennächte durch ganz Plauen marschieren und doch viel mehr ihre böse Gesinnung nach außen tragen", sagt eine junge Geschäftsfrau mit einem Mode-Laden an der Bahnhofstraße, die dem Aufmarsch mit einem überaus flauen Gefühl im Magen entgegen sieht.

ist Verkäuferin an der Bahnhofstraße. Sie zeigt sich enttäuscht über die ihrer Meinung nach legere Haltung der Politik: "Die da oben sollen nur alles genehmigen. Wie kann es sein, dass Nazis so ohne weiteres durch unsere Stadt laufen dürfen?" Ihre einzige Hoffnung ist es, dass wenigstens nix passiert und "die Veranstaltung" ruhig abläuft.

Das hofft auch der Plauener Ladeninhaber , der wütend ist, dass die Route entlang der berühmten Wende-Demonstrationen der Plauener verlaufen darf. Er war damals ein junger Mann, der am 7. Oktober mit demonstrierte. Und nun? "Ich sage es immer meinen Kindern, dass es schlimm ist, wenn Leute wieder so denken und nichts dabei finden wie Hitler und all die Nazis früher, die so viel Leid verursacht haben."

Sie habe große Schaufenster und das Geschäft auch an der Bahnhofstraße, das mache ihr Sorgen, sagt . "Es ist beklemmend, was da am 14. April in Plauen ablaufen soll. Uns gefällt das nicht", gesteht die Geschäftsfrau, die noch kurz überlegt, ob sie überhaupt ihren Namen nennen soll. Soweit sei es schon gekommen, wenn man deswegen Angst haben müsse, denkt sie laut. Weitere Geschäftsleute äußern sich zwar, aber wollen nicht zitiert werden, ein Ladenbetreiber an der Bahnhofstraße (Name der Redaktion bekannt) schimpft: "Ich würde das Ganze verbieten, egal ob links oder rechts. Ich sehe das mit den Extremen sehr kritisch." Den Tag als Geschäftstag könne man ohnehin abschreiben, wenn die Nazis die Straße heruntermarschieren und die Polizei alles absperrt, so der Geschäftsmann.

Der Chef der Boutique Plauener Spitze, , zudem Plauener Stadtrat, fordert seine Kollegen und Ladenbesitzer auf, Position zu beziehen. "Wir sollten demonstrativ die Geschäfte schließen und die kalte Schulter zeigen!" Stubenrauch hofft auch auf die Plauener: "Wir sollten zahlreich in die Statd kommen und lautstark die Nazis auspfeifen."