Plauener Schüler wehren sich gegen Bildungsmisere

Das Jugendparlament der Stadt Plauen (JUPP) veranstaltet am Freitag eine Demonstration mit anschließender Kundgebung auf dem Klostermarkt. Hintergrund sind, heißt es in einer Mitteilung, "die desaströsen Auswirkungen der derzeitigen Bildungspolitik auf die Schülerinnen und Schüler in Sachsen."

Es sei unzumutbar, dass auch im neuen Schuljahr unzählige Stunden in Prüfungsfächern nicht fachgerecht vertreten werden, verschoben werden oder gar ausfallen, so Marie Hammerschmidt, Vorsitzende des Jugendparlamentes.

Steve Hädicke, stellvertretender Vorsitzender des Jugendparlamentes, ergänzt: "Wir lassen es uns nicht mehr gefallen, dass es keine qualifizierten Fachkräfte als Ersatz gibt und Klassen mangels Lehrer zusammengelegt werden, worunter das Lernklima erheblich leidet. Wir rufen alle Schülerinnen und Schüler auf, Gesicht zu zeigen und an unserer Demonstration teilzunehmen."

Der Demonstrationszug wird sich am Freitag gegen 10.30 Uhr in Bewegung setzen. Treffpunkt der Teilnehmer ist 10 Uhr am Albertplatz. Nach der Ankunft des Zuges auf dem Klostermarkt gegen 11 Uhr wird eine anschließende Kundgebung den Aktionstag abrunden. Kevin Hellfritsch, Vorsitzender des Jugendparlamentes ergänzt: "Wir wollen ein deutliches Signal nach Dresden senden. Diese Bildungspolitik hat mit uns keine Zukunft!"

Bereits am Donnerstag versammeln sich 9.30 Uhr im Restaurant Vogtlandgarten Lehrer und Pädagogen aus der gesamten Region zu einem Warnfrühstück, um ihrem Protest gegen die verfehlte Bildungspolitik Ausdruck zu verleihen. va