Plauener Schloßberg wird neues Sanierungsgebiet

Nachdem das Projekt bereits im Stadtbau-Ausschuss vorgestellt worden war, erhielten nun alle Stadträte Informationen über das Stadtumbaugebiet Schloßberg. Aufgrund der Neuausrichtung der Städtebauförderung müsse sich die Kommune den neuen Gegebenheiten anpassen, hieß es seitens der Verwaltung.

Im Klartext: Neuanträge für Sanierung und Umbau sind über die momentan ausgewiesenen Fördergebiete nicht mehr möglich - es müssen neue ausgewiesen werden, die - so die Vorgabe - kleiner und überschaubarer sind. In diesen neu zu beantragenden Gebieten müssen binnen acht Jahren realistische Ziele umgesetzt werden.

Neu ist auch, dass nicht per Gießkanne, also nach geografischen Aspekten, gefördert, sondern in tatsächliche Problemgebiete investiert werden soll. Weise man die neu zu beantragenden Fördergebiete zu großzügig aus, so Baubürgermeister Manfred Eberwein, könne dies möglicherweise mit Ablehnung bestraft werden.

Damit ging er indirekt auf einen Antrag der CDU-Fraktion ein, die dafür plädiert, den Bereich Schloßstraße, Lindenstraße und Stresemanstraße in das bislang 25 Hektar große Stadtumbaugebiet zu integrieren - bisher ist dieses dreieckförmige Gebiet ausgeschlossen. Die Verwaltung hatte argumentiert, dass sich hier bereits ein hoher Prozentsatz sanierter Gebäude befinde - die meisten erst nach der Wende errichtet. Zudem sei es möglich, die genannten Straßenzüge quasi auch nachzureichen, ein Feinkonzept sei erst bis Mitte des Jahres erforderlich.

Namens der CDU stellte Fraktionsvorsitzender Hansjoachim Weiß fest, dass man den Antrag aufrechterhalten werde, wenn die angestrebte Erweiterung sich nicht nachteilig auf eine Fördermittelvergabe auswirke. Dies freilich vermochte am Dienstag niemand zu garantieren. Letztlich entschied sich eine Mehrheit der Stadträte für den Antrag der Christdemokraten - die besagten Straßenzüge sollen in das Konzept einfließen.