Plauener Sachsendruck an Pinguin-Gruppe verkauft

Der Plauener Sachsendruck ist an die Pinguin-Gruppe in Berlin verkauft. Nach der Insolvenz 2014 und der Entlassung von 120 Frauen und Männer hoffen jetzt 80 Mitarbeiter in Plauen auf eine ruhigere Zeit.

Plauen - Die SDP Sachsendruck GmbH in Plauen hat am 9. März ihren Besitzer gewechselt, teilte die TMB Beteiligungsgesellschaft mbH am Donnerstag mit. Demnach hat sie die Plauener Traditionsdruckerei für Kinderbücher rückwirkend zum 1. Januar an die Pinguin-Gruppe in Berlin verkauft. Der TMB wurde im Sommer 2015 die Sanierung der insolventen Sachsendruck Plauen GmbH übertragen, mit dem Ziel, diese abzuschließen und für das neu aufgestellte Unternehmen zügig einen zukunftsorientierten neuen Gesellschafter zu gewinnen.

"Dieses Vorhaben der TMB konnte durch die nunmehr vollzogene Veräußerung sämtlicher Geschäftsanteile von SDP an die BMKF Pappbuch GmbH, ein Unternehmen der Pinguin-Gruppe erfolgreich abgeschlossen werden", heißt es in der Mitteilung von TMB-Geschäftsführerin Katharina Höhne.

"Wir sind den Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten besonders dankbar für das entgegengebrachte Vertrauen und das große Engagement für den Sachsendruck", sagen die beiden Verantwortlichen Andreas Mößner und Stephan Treuleben. Beide hatten 2008 den Sachsendruck Plauen übernommen, Treuleben als Inhaber der Offizin Andersen Nexö Leipzig GmbH. 2014 dann die Insolvenz, die zuvor auch den Leipziger Druck-Betrieb ereilte. Und auch mit der TMB - Treuleben/Mößner Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Ottobrunn bei München - standen sie weiter an der Spitze.

Am 9. März wurde Treuleben als Sachsendruck- Geschäftsführer abberufen. Sein Dank geht, laut Mitteilung, auch an die Insolvenzverwalter, die sich von Anfang an mit aller Kraft für den Erhalt des Standortes Plauen eingesetzt hätten. Die über 80 Mitarbeiter und Auszubildenden des Sachsendrucks hoffen jetzt in eine sichere Zukunft blicken zu können. Der Plauener Standort, der sich vor allem auf den Druck und die Weiterverarbeitung von Pappe- und Dünnbücher für Kinder spezialisiert hat, bleibt mit dem Verkauf erhalten.

"Mit dem Gesellschafterwechsel hin zu einem langfristig orientierten, strategischem Investor ist gelungen, eine sichere Plattform für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Kernkompetenzen von Sachsendruck zu schaffen", betont Katharina Höhne weiter. Die Pinguin-Gruppe ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit 300 Mitarbeitern. Laut Höhne habe sie hochmoderne Druckerei- und Buchbindereistandorte in Berlin, Hamburg - und zukünftig Plauen. Ein Schwerpunkt sei die Herstellung von Printprodukten für eine Online- Vertriebsplattform. M.T.