Plauener Komturhof: Geschichte zum Anfassen

Plauen - Das historische Plauen zwischen Komturhof und Weberhäusern stand am Sonntagnachmittag ganz im Zeichen der Geschichte. Das Kinderland, das Jugendzentrum Oase, das Kinder- und Jugendhaus "eSeF", das Fanprojekt Plauen-Vogtland, der Markuskeller, der Unikat-Verein und der Förderverein des Komturhofes hatten zur zweiten Auflage des Familien-Spiele-Festes "Plauen - Geschichte zum Anfassen" eingeladen.

Rund um den Komturhof waren zahlreiche Aktionsstände aufgebaut. Es wurde Stockbrot gebacken, gebastelt und getanzt. Die Johanniter informierten über die Zeit der Pest. Wenige Meter weiter konnten Stempel angefertigt werden und bei der Jugendfeuerwehr der Wasserstrahl auf das Rathaus gerichtet werden. Am Ufer des Mühlgrabens wurden verschiedene Techniken der Tuchmacherei gezeigt. Mitarbeiter von eSeF und Kinderland kämmten die Rohschafwolle, sponnen und färbten diese mit Naturfarben. Andere fertigten Fahnen oder nähten kleine Kirschkernkissen - stets so, wie es vor Jahrhunderten gemacht wurde. Entlang des Mühlgrabens waren verschiedene Stände aufgebaut. Bei Wolfgang Walter konnten die Kinder Münzen prägen und auf Rohlingen ihre Namen einschlagen.

Im Garten der Weberhäuser traten die Tanzkinder der Gruppe "Vergissmeinnicht" von Ruth Müller-Landauer auf. Die Tavernenteufel spielten Lieder passend zur Zeit um 1500. Die Elterninitiative zeigte, wie damals die Wäsche gewaschen wurde - und ganz "zufällig" fielen die Bürsten ins Wasser, die weiter vorn mit Köchern wieder heraus geangelt werden. Mitorganisatorin Peggy Schöffler-Gadsch von der Oase berichtete, dass sich der zweite Teil der Trilogie "Geschichte zum Anfassen" der Zeit zwischen 1430 und dem 18. Jahrhundert in Plauen widme. Im Vorfeld dazu hatten sich die Helfer mit der Stadtgeschichte befasst. Auch nächstes Jahr werde es ein Familienfest geben. Das stehe unter dem Motto "Industrialisierung - Spitzenindustrie - Entstehung Straßenbahn - Gründung Brauerei bis etwa Ende der 30iger Jahre". ker