Plauener Jugendschuldnerberatung mit zeitgemässen Projekt

Selbst Sachsens Verbraucherministerin Christine Clauß zeigte sich beeindruckt. Die Idee ist simpel: eine Facebookseite als Berater für junge Leute zu erstellen, um ihnen zur Seite zu stehen. Statt in der Schuldenfalle in geordneten finanziellen Bahnen ihr Leben zu meistern, lautet das Motto. Jugendliche informieren sich vielfach über das Internet und sind oft bei Facebook - diese Präsenz zu nutzen und an die jungen Leute über die Plattform heranzukommen, ist die Grundlage für das Projekt, erläuterte Karl-Heinz Grajewski im Gespräch mit Ministerin Christine Clauß und den zahlreichen Gästen von der AWO Vogtland, dem Landratsamt und weiteren Gästen.

Seit einem halben Jahr arbeitet ein Team der AWO-Jugendschuldnerberatung im Auftrag des Staatsministeriums für Verbraucherschutz daran. In der Anlaufstelle in der Neundorferstraße 88 wurde das Projekt vorgestellt und die ersten drei Module für die Facebookseite mit dem trendig klingenden Namen "Moneychecker" (Deutsch: Geld-Überprüfer) präsentiert. "Die Module heißen erstens die erste eigene Wohnung, zweitens Kreditverträge und drittens Verträge im Internet. Noch ist die Seite nicht fertig, wir hoffen, dass uns das bis September gelingt", sagte Antje Häßner, Sozialpädagogin und Beraterin bei der AWO. Die Staatsministerin kam bei ihrem Besuch in der AWO-Beratungsstelle auch mit einem jungen Mann ins Gespräch, der in der Schuldenfalle steckt.

Die Politikerin bekam vor Ort einen Einblick in die Gefühlswelt eines Betroffenen, erfuhr Ursachen und wie es mit der Unterstützung seitens der Betreuer wieder "aufwärts" gehen könnte. "Es ist aber ein sehr schwerer Weg", sagte Karl-Heinz Grajewski. Mit einem symbolischen Fingerklick auf die Tastatur des Computers schaltete Christine Klaus die Facebookseite "Moneychecker" für die Bearbeitung frei.