Plauener Ex-Rocker akzeptiert Urteil nicht

Plauen/Cottbus - Neun Jahre Freiheitsentzug wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung. Die Strafe erscheint dem ehemaligen Chef des inzwischen verbotenen Plauener Rockerclubs Gremium MC offenbar zu hoch.

Staatsanwaltschaft und Nebenklage wollen ihn hingegen länger hinter Gitter sehen. Die Folge: Alle drei legten jetzt gegen das Urteil des Landgerichtes Cottbus gegen Markus F. Revision ein. Damit muss sich der Bundesgerichtshof mit dem Verfahren befassen. Die erste Strafkammer des Landgerichtes Cottbus war nach 61 Verhandlungstagen mit seinem Strafmaß zwischen den Anträgen der Anklage (11 Jahre) und der Verteidigung (2 Jahre und drei Monate) geblieben.

Damit wird auch das Urteil des Landgerichtes Zwickau vom Januar 2014 nicht rechtskräftig. Damals war der Rocker-Boss wegen versuchter Nötigung und Freiheitsberaubung zu 18 Monaten Haft verurteilt worden. Auch für das Urteil gegen Christian W., der als zweiter Plauener in Cottbus auf der Anklagebank saß, wurden von allen Verfahrensbeteiligten Anträge auf Revision vor dem BGH gestellt. F. Dörfelt