Plauener Dittrichplatz unterm Sägeblatt

"Die Niederflurbahnen, die ab 2013 in Einsatz kommen, sind zehn Zentimeter breiter als die gegenwärtig eingesetzten Fahrzeuge. Deshalb müssen die Bahnsteigkanten umgebaut - und wo es geht, abgesägt werden", sagt Lothar Langhof, Abteilungsleiter Technik bei der Plauener Straßenbahn und kündigt für Donnerstag und Freitag Arbeiten an der Haltestelle Dittrichplatz an.

Eine Ausweich-Haltepunkt werde wenige Meter entfernt eingerichtet. "An jedem Tag kommt eine Haltestellenseite an die Reihe. Eine beauftragte Firma wird mit einer großen Betonsäge die Bordsteine ein Stückchen abschneiden. Die neuen Bahnen haben einen zehn Zentimeter breiteren Wagenkasten. Das bedeutet, dass die Fahrzeuge um fünf Zentimeter näher an die vorhandenen Bahnsteige herankommen. Da zwischen Bahnsteigkante und Fahrzeug ein Spaltmaß einzuhalten ist, müssen alle Bahnsteigkanten im Streckennetz der Plauener Straßenbahn um fünf Zentimeter zurückversetzt werden", sagte Langhof.

An Haltestellen mit Bahnsteigplatten würden die Platten um die fehlenden Zentimeter zurückgebaut, an anderen wiederum müssten Borde neu gesetzt oder wie beim Dittrichplatz abgesägt werden. Momentan seien etwa die Hälfte der Haltestellen umgebaut. "Nach dem Dittrichplatz folgen die Haltestellen Löwelplatz und Rathaus", sagt Langhof. Der Termin sei noch nicht bekannt, richte sich nach einer verkehrsrechtlichen Anordnung. "Billiger wäre alles gekommen, wenn es Niederflurbahnen mit einer geringeren Wagenkastenbreite gäbe. Aber das war nicht der Fall. Der Fahrgast hat einen Vorteil von der größeren Breite - es gibt mehr Sitzplätze", erklärt der Straßenbahn-Techniker.