Plauener Bürger knacken Schwimmrekord

Schlange stehen. Ja, tatsächlich, das mussten die zahlreichen Teilnehmer, Mädchen, Jungen, Frauen, Männer am Samstag, wollten sie ins 50-Meter-Becken des Plauener Stadtbades. So viel Andrang herrschte über den Tag und gewartet werden musste, bis eine Bahn frei wurde für den eigenen Einsatz. Eine und einer nach dem anderen sprangen ins Wasser, um mit sportlichem Ehrgeiz oder einfach mit der symbolischen Teilnahme für Demokratie und Toleranz zu werben.

Auch Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer nahm am Schwimmen teil und trug hundert Meter, zwei Bahnen, bei. "Ich mache nun Platz für Athleten, die in der gleichen Zeit wie ich mehr Meter schaffen, denn wir wollen ja Kilometer sammeln", sagte der OB mit frohem Lächeln. Oberdorfer genoss den Trubel, den die Plauener Sportler aus zahlreichen Vereinen, Schüler, junge und ältere Bürger, Familien veranstalteten. In dem Gewimmel behielten die über 50 freiwilligen Helfer jederzeit die Ruhe und Übersicht, um bei den Teilnehmern die geschafften Meter zu registrieren.

"Eine Meisterleistung", lobte Sportreferentin Simone Schurig. Die erste Auflage dieser Veranstaltung hatte im Jahr 2010 im Landkreis Nordsachsen stattgefunden. Insgesamt 583 KIlometer schwammen dort die Teilnehmer in Oschatz und in Eilenburg. Ein Jahr später standen 904 Kilometer im Zwickauer Planitzbad zu Buche. Die Plauener nahmen nun die Herausforderung an und: Sie knackten die 1000er Marke mit 1064 Kilometern. Mal wurden von den Teilnehmern zwei Bahnen, mal mehrere Kilometer geschafft, entspannt bis temposcharf, je nach Talent und Anspruch.

Auch Thomas Sesselmann, der mit der gesamten Fußballmannschaft des VFC teilnahm, kletterte geschafft und zufrieden aus dem Wasser und erntete das Lob seines Kapitäns Kai Zimmermann: "Das war technisch einwandfrei wie Du geschwommen bist." Sesselmann resümierte: "Eine wunderbare Veranstaltung, eine gute Idee. Toleranz, die ist wichtig für eine moderne Gesellschaft auch nach dem Motto Leben und Leben lassen."