Plauener Bündnis gegen Nazi-Aufmarsch wächst

Das Anfang März gegründete Bündnis "Nazifrei in Plauen" gegen den geplanten Naziaufmarsch am 16. April in Plauen wächst. Mit der Vorgabe, dass die Gegenaktionen friedlich und ohne Konfrontationen ablaufen müssen, sagte auch Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) seine Unterstützung zu.

 

Die Bündnissprecher Stefan Kademann, Jörg Menke und Benjamin Zabel versicherten dem OB, dass das Ziel des Bündnisses eine friedliche und gewaltfreie Gegenaktion sei, und stellten dazu ihren Aufruf vor: "Unter dem Vorwand, der Opfer der Bombardierung Plauens im April 1945 zu gedenken, planen Nazis in Plauen zu marschieren. Wir dürfen nicht zulassen, dass an diesem Tag die Geschichte des Nationalsozialismus und dessen Folgen verherrlicht oder verfälscht werden." Der zentrale Kundgebungsort der Gegenveranstaltung werde der Albertplatz sein. Die beiden geplanten Demonstrationszüge werden sich dort treffen, ein Erster kommend vom Theaterplatz, der Zweite aus Richtung August-Bebel-Straße. Der vom Oberbürgermeister als Kundgebungsort ins Gespräch gebrachte Altmarkt soll nicht zusätzlich angemeldet werden.

Besondere Unterstützung kommt auch von der Pfarrerin Beatrice Rummel. Sie plant aus Anlass der Mahnwache in der St. Johanniskirche an diesem Tag die Erstellung eines Erinnerungsbandes. Das Band werde aus vielen Papierblätter mit Aufzeichnungen über das Kriegsende und über die jeweiligen persönlichen Erlebnisse bestehen. Diese können selbst aufgeschrieben oder auch erfragt und notiert werden. Inzwischen ist auch ein Spendenkonto eingerichtet worden, heißt es. va

www.plauen-nazifrei.de