Plauener backen für Heime, Kliniken und ein Café

Die Plauener Backwaren Gesellschaft (Plaback) mit Firmensitz in der Südvorstadt hat sich in den vergangenen Jahren vogtland- und sachsenweit zu einem gefragten Zulieferer entwickelt. Die Großbäckerei wird von Herbert Goller geleitet, der das Unternehmen stabil in die Zukunft führen will. Im Jahr 2020 ist 70. Jubiläum.

Plauen - Samstag 21.00 Uhr geht in der Plaback an der Reinsdorfer Straße die neue Woche los. Diese endet Samstag darauf um 9.00 Uhr. Dann wird binnen zwölf Stunden die neue Woche vorbereitet und erneut der Produktionsablauf gestartet.

"Bei uns wird im Grunde rund um die Uhr produziert und ausgeliefert", sagt Herbert Goller, Chef der Plaback. Brot, Brötchen, Konditoreiwaren - die bekanntesten Produkte der Plaback sind die Baumkuchen, die Baisertorte und die Knusperscheibe, so Goller.

Mehr als 130 Kunden stehen auf der Lieferliste. Mit acht Plaback- Fahrzeugen wird die duftende Ware ausgeliefert, in Pflegeheime und Kliniken sowie weitere soziale Einrichtungen. Dem nicht genug, die Plaback betreibt auch eine Gaststätte in der Innenstadt - das Café Traube in der Annenstraße. Bis vor einem halben Jahr zählte noch eine weitere Gaststätte in der Altstadt zum Firmengeschäft.

"Die haben wir geschlossen, es lohnte nicht mehr. Seitdem läuft die Traube hingegen sehr gut", so Goller. 52 Mitarbeiter sind bei Plaback derzeit tätig: Bäcker, Konditoren, Versandfacharbeiter, Fahrer, Mitarbeiter in der Verwaltung. Ein Lehrling (Konditor) wird ausgebildet.

Herbert Goller als Chef hat den Vertrieb und die Kundenbetreuung selbst in der Verantwortung. Er schwört auf den direkten, persönlichen Kontakt. "So haben wir nach und nach unseren Kundenstamm aufgebaut - im vertrauten Gespräch zu sein, ist sehr wichtig", so der 58-Jährige, der seit 1993 im Unternehmen ist und dieses 2012 als Geschäftsführer übernahm.

"Ich habe das keinen Tag bereut", sagt Goller mit einem Lächeln. "Ich stamme aus Franken, aus Trogen bei Hof, und ich komme jeden Tag gern nach Plauen. Meine Vogtländer, die mag ich. Und ich kann sagen, dass wir zwar ein recht großer Betrieb sind, aber es geht sehr familiär zu, denn ich kenne die Firma, die Leute, ich habe hier schon jede Arbeit gemacht", erzählt der Chef, der von Beruf Kraftverkehrsmeister ist und als Assistent der Geschäftsleitung bei der Plaback begann.

Der Betrieb wurde in den vergangenen Jahren modernisiert - zwei neue Backofen installiert, ein neues Waschhaus errichtet. Die Produktionsabläufe werden immer wieder überdacht, Neues ausprobiert, die Tradition und das Handwerkliche dennoch stets geachtet, erläutert der Plaback-Chef und ergänzt: "Wir sind sehr gut gewachsen, wobei ich derzeit nicht plane, weiter zu expandieren. Wir arbeiten stabil, gut und solide - das ist der Plan für die nächsten Jahre."

Über die Produktion und das Geld verdienen hinaus ist der Firmenchef auch im sozialen Engagement tätig. Herbert Goller: "Drei Mal die Woche bekommt die Plauener Tafel Waren bei uns kostenlos. Zudem beliefern wir auch andere Einrichtungen." 2020 ist Jubiläum, dann besteht die Plaback 70 Jahre.