Plauen will nur noch Pfandbecher zu Festen

Bald könnten die großen Müllberge an Plastikbehältnissen bei Plauener Stadtfesten verschwunden sein. Der Umweltausschuss des Plauener Stadtrates hat auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die Plauener Verwaltung beauftragt, ein vertraglich vereinbartes Vorgehen vorzubereiten, welches mobile und stationäre Händler im Plauener Festgebiet verpflichtet, auf Getränkebechern und Behältnissen einen einheitlichen Pfand zu erheben.

"Zum Weihnachtsmarkt klappt das ja gut", meint Stadtrat Rico Kusche, der für die Initiative Plauen Wortführer für das umfassende Pfandsystem ist. "Genau, zum Weihnachtsmarkt wirkt das mit dem Pfand schon vorbildlich. Der Anblick sollte bei Festen unbedingt verbessert werden, wir brauchen keine Müllberge", sagte Dieter Rappenhöner von den Grünen. "Wir brauchen ein wasserdichtes Vertragswerk, das alle Gastronomen ins Boot nimmt und für die nächsten zehn, zwölf Jahre trägt", so Kusche im Ausschuss.

Einen weiteren positiven Effekt könnten die Pfandbehältnisse haben, der beim Plauener Weihnachtsmarkt schon greift: "Die Tassen da seien fast zu eine Art Sammlerobjekt geworden", findet Rappenhöner. Seitens der Verwaltung gäbe es ungeteilte Zustimmung zu diesem Vorhaben, bekannte Baubürgermeister Manfred Eberwein. Ab 2011 könnten zu den Stadtfesten erstmals die neuen Pfandbecher ausgegeben werden. Wie die neuen Becher aussehen werden und ob es sie auch in verschiedenen Größen gibt, ist noch unklar. In diesem Jahr bleibt wegen der vertraglich schon gebundenen Abläufe alles wie gehabt.     fb